Inter-abwehr: bastoni-poker, sassuolo zögert – wer kommt?
Mailand – Die Nerazzurri-Fans können aufatmen: Alessandro Bastoni bleibt vorerst in Mailand. Inter-Präsident Beppe Marotta hat die Spekulationen um einen Wechsel des Verteidigers zum FC Barcelona im Keim erstickt. Doch der Transfer-Sommer ist noch lang, und die Suche nach einer neuen Abwehrzentrale ist in vollem Gange.

Barcelona setzt auf newcastle-talent, inter schaut sich um
Während der FC Barcelona offenbar sein Budget für den jungen Gordon vom Newcastle United freigemacht hat (Achtzig Millionen Euro!), hat Inter die Möglichkeit genutzt, die eigenen Optionen auszuloten. Die Situation um Bastoni ist klar: Er ist ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft, und ein Verkauf kommt nur bei seinem eigenen Wunsch zustande. Marotta betonte deutlich, dass Bastoni zufrieden in Mailand ist und keine Absicht geäußert hat, den Verein zu verlassen.
Die verpasste Chance, Bastoni zu verpflichten, zwingt die Nerazzurri, ihre Strategie anzupassen. Ein paar Neuzugänge sind ohnehin unausweichlich, zum einen aufgrund der Abgänge von Acerbi und De Vrij, zum anderen um die Kaderbreite zu erhöhen. Zunächst galt der bosnische Verteidiger Muharemovic vom Sassuolo als Top-Kandidat. Doch der Verein aus Emilia-Romagna spielt ein cleveres Spiel.
Sassuolo setzt auf Geduld und die WM: Giovanni Carnevali, der Sportdirektor des Sassuolo, lässt die Verhandlungen schleifen. Die bevorstehende Weltmeisterschaft könnte den Preis von Muharemovic in die Höhe treiben, sollte er mit Bosnien und Herzegowina erfolgreich sein. Inter hingegen will keine überteuerten Transfers forcieren und hält sich im Hintergrund.
Neben Muharemovic hat Inter auch andere Optionen ins Auge gefasst. Oumar Solet von Udinese steht hoch im Kurs, er vereint Alter, Qualität und Flexibilität. Doch auch die Situation um Evan Ndicka von der Roma wird genau beobachtet. Die Giallorossi sind gezwungen, bis zum 30. Juni rund 60 Millionen Euro durch Verkäufe zu generieren, um die UEFA-Finanzregeln einzuhalten. Sollte ein größerer Verein einen Spieler abgeben müssen, könnte Ndicka das Opfer sein.
Ein weiterer Name, der in den letzten Tagen wieder in den Fokus gerückt ist, ist Jhon Lucumì vom Bologna. Der Kolumbianer ist zwar teuer, aber sein Vertrag läuft erst im Sommer 2027 aus und er scheint von der Idee eines neuen Kapitels in seiner Karriere begeistert zu sein.
Die Entscheidung ist gefallen: Alessandro Bastoni bleibt ein Nerazzurri. Doch der Transfer-Sommer ist noch lange nicht vorbei. Die Suche nach einer neuen Abwehrzentrale geht weiter, und Inter wird alles daran setzen, die passende Verstärkung zu finden. Die Fans dürfen gespannt sein, wer am Ende in Schwarz und Blau aufläuft.
