Golf-stars kehren zurück: saudische liga in der krise – mancini, inzaghi und weitere stars auf dem weg nach europa?
Die goldenen Zeiten der saudischen Fußball-Liga scheinen vorbei. Während die Scheichs noch vor wenigen Jahren mit immensen Summen Top-Stars wie Cristiano Ronaldo und Neymar nach Saudi-Arabien lockten, kehren viele Spieler und Trainer nun dem Wüstenstaat den Rücken. Die Gründe sind vielfältig: von der geopolitischen Instabilität bis hin zu den kulturellen Herausforderungen und dem zunehmenden Unbehagen über die Bedingungen vor Ort.

Die flucht aus dem golf: warum die attraktivität schwindet
Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten, insbesondere der Konflikt im Iran, haben die sportliche Perspektive in der Region erheblich getrübt. Doch es sind nicht nur die politischen Risiken, die die Spieler abschrecken. Auch die Anpassungsschwierigkeiten an das Leben und die Arbeitsbedingungen in Saudi-Arabien, die Wehmut nach dem europäischen Fußballstil und die Sehnsucht nach der Familie spielen eine Rolle. Die kurzlebige Euphorie um die saudische Liga ebbt ab, und die Spieler erkennen, dass das Geld allein nicht alles ist.
Ein klarer Beweis dafür ist das Interesse von Trainern wie Roberto Mancini und Simone Inzaghi, die nach ihren lukrativen Engagements in Saudi-Arabien und Katar nun ein Comeback in der italienischen Serie A anstreben. Mancini, der einst die italienische Nationalmannschaft betreute, wäre bereit, für deutlich weniger Geld als in Saudi-Arabien zu arbeiten, um wieder auf der Bank der „Azzurri“ zu stehen. Inzaghi, der ebenfalls in Saudi-Arabien Station machte, sieht seine Zukunft ebenfalls in Europa.
Doch es geht um mehr als nur um Trainer. Auch zahlreiche Spieler signalisieren ihr Interesse an einem Wechsel zurück in europäische Ligen. Dazu gehören Namen wie Moussa Diaby, der beim FC Inter Mailand heiß begehrt ist, Franck Kessié, der bei Juventus Turin auf der Liste steht, und Mateo Retegui, der nach einer enttäuschenden Saison in Saudi-Arabien ebenfalls eine Rückkehr in Europa in Erwägung zieht.
Besonders interessant ist der Fall von Franck Kessié, der 2022 ablösefrei zum FC Barcelona wechselte und dort ein deutliches Gehaltsplus aushandeln konnte. Nun, da er in Saudi-Arabien deutlich weniger verdient, ist er bereit, Abstriche zu machen, um in Europa wieder Fuß zu fassen. Auch Theo Hernández, der trotz eines hohen Gehalts beim Al-Hilal unglücklich ist, träumt von einer Rückkehr zum AC Mailand.
Die Verhandlungen werden sich ziehen, da die Spieler immer noch hohe Gehaltsforderungen haben. Die Klubs in Europa müssen daher kreativ werden und versuchen, die Saudis zu überzeugen, die Spieler ablösefrei oder zu reduzierten Konditionen ziehen zu lassen. Der Kampf um die besten Talente beginnt, und die europäischen Ligen können sich auf eine spannende Transferperiode freuen.
Kalidou Koulibaly, Luis Alberto, Sergej Milinkovic-Savic und sogar Mario Balotelli, der sich aktuell in Dubai befindet, könnten ebenfalls bald in Europa weilen. Die Zeichen stehen auf Rückkehr, und der europäische Fußball kann sich auf eine neue Welle von Stars freuen.
Die saudische Liga hat ihre Chance gehabt. Jetzt ist es an den europäischen Klubs, die Spieler zu holen und die Liga wieder zu neuem Glanz zu verhelfen. Die Rückkehr der Stars ist nur eine Frage der Zeit.
