Dyn verändert struktur: neue werbemöglichkeiten für die bundesliga
- Dyn öffnet technik für andere – chance für die dfl?
- Neue geschäftsbereiche: dyn sport und dyn media
- Keine auswirkungen auf bestehende dyn-kunden
- Fokus auf handball, aber offen für wachstum
- Warum die umstrukturierung durch seifert?
- Die dfl und das potenzial für eigene sender
- Wie dyn der dfl helfen kann
- Weitere interessenten für dyn media?
- Bleibt der gesellschafterkreis gleich?
Dyn öffnet technik für andere – chance für die dfl?
Der Online-Sportsender Dyn erweitert seine Unternehmensstruktur und bietet seine Technologie nun auch anderen Unternehmen an. Diese Neuerung eröffnet insbesondere der DFL und anderen Beteiligten spannende Möglichkeiten, während für Abonnenten und das Handball-Angebot vorerst keine Veränderungen zu erwarten sind. Christian Seifert, Mitgründer von Dyn, steht hinter dieser strategischen Neuausrichtung.
Neue geschäftsbereiche: dyn sport und dyn media
Neben dem bestehenden Sportstreaming-Portal, das zukünftig unter dem Namen Dyn Sport GmbH operieren wird, wurde mit der Dyn Media GmbH ein Schwesterunternehmen gegründet. Diese Firma wird fertige TV-Lösungen für andere Unternehmen anbieten. Potentielle Kunden sind beispielsweise die DFLoder die Schwarz Gruppe (Lidl), die beide im vergangenen Sommer als Gesellschafter bei Dyn eingestiegen sind.

Keine auswirkungen auf bestehende dyn-kunden
Für die Abonnenten von Dyn soll sich durch die Umstrukturierung nichts ändern. Laut einer offiziellen Mitteilung bleiben das Leistungsangebot, die Inhalte und die Zugangskanäle unverändert. Dyn Sport GmbH setzt das Endkundengeschäft unverändert fort. Bestehende Abonnements bleiben gültig, Preise und Leistungen stabil, und die Apps und Plattformen stehen weiterhin zur Verfügung.
Fokus auf handball, aber offen für wachstum
Dyn zeigt derzeit Handball, Basketball, Volleyball, Tischtennis und Hockey und plant, auch in Zukunft nicht selbst im Fußball aktiv zu werden. Die Umstrukturierung soll jedoch das Wachstum des Streaming-Angebots fördern, beispielsweise durch den Erwerb weiterer Sportrechte oder den Ausbau strategischer Vertriebspartnerschaften auf dem deutschen Markt. Erst kürzlich sicherte sich Dyn die Rechte für die Handball-Champions League und die Handball-WM 2027.
Warum die umstrukturierung durch seifert?
Christian Seifert erklärt die Neuausrichtung mit der Notwendigkeit, eine fokussierte Steuerung des Sportstreaming-Angebots und gleichzeitig einen Ausbau des Plattform- und Technologiegeschäfts zu ermöglichen. Die Anforderungen an Sportplattformen und Technologieanbieter hätten sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt. Die neue Struktur von Dyn soll eine Grundlage für nachhaltiges Wachstum im Medienmarkt schaffen.
Die dfl und das potenzial für eigene sender
Die Idee einer eigenen Streaming-Plattform der DFL wird seit längerem diskutiert. In Frankreich praktiziert die Ligue1 dies bereits. Die DFL selbst möchte zwar keinen eigenen Sender betreiben, sieht in der Beteiligung an Dyn jedoch eine Möglichkeit, technische Kapazitäten für den Fall zu sichern, dass in Zukunft alternative Vermarktungsmodelle erforderlich werden. Stefen Merkel, Geschäftsführer der DFL, betonte die unternehmerische Verantwortung, auch Alternativszenarien zu prüfen.
Wie dyn der dfl helfen kann
Insbesondere im Ausland liegen die Einnahmen aus der Vermarktung der Medienrechte hinter den Erwartungen der Bundesliga zurück. Sollten sich keine interessierten Sender finden oder das Geldangebot zu gering sein, könnte die DFL dank Dyn schnell ein eigenes Komplett-Angebot erstellen. Die DFL produziert das TV-Signal bereits seit Jahren selbst über die Tochtergesellschaft Sportcast, die maßgeblich von Seifert mit aufgebaut wurde.
Weitere interessenten für dyn media?
Das neue Geschäftsmodell von Dyn Media ist für verschiedene Marktteilnehmer interessant. Es bietet redaktionelle und technologische Lösungen für Ligen, Verbände, Rechtehalter und Medienmarken. Die Schwarz Gruppe, die rund 42,5 Prozent an Dyn hält, könnte ebenfalls ein potenzieller Nutzer sein, beispielsweise durch Integration von Sportinhalten in ihre Apps oder durch ein eigenes TV-Angebot. Auch andere Handelsunternehmen könnten im Sport-Streaming-Geschäft aktiv werden.
Bleibt der gesellschafterkreis gleich?
Der Gesellschafterkreis von Dyn bleibt unverändert. Andreas Heyden (CEO), Marcel Wontorra (COO) und Max Ehrhardt (Chief Revenue & Marketing Officer) werden weiterhin die Geschäftsführung beider Gesellschaften übernehmen. Christian Seifert wechselt in die Position des Executive Chairman und übernimmt den Vorsitz des Gesellschafterausschusses. Die bestehenden Gesellschafter – Unternehmen der Schwarz Gruppe, Axel Springer SE, DFL Deutsche Fußball Liga und Christian Seifert – bleiben beteiligt.
