Skandal um prestianni: rassistische vorwürfe treiben fut-kartenpreise hoch
- Rassismus-vorwürfe und der bizarre fut-markt
- Der vorfall und die anschuldigungen
- Der preisanstieg der prestianni-karte
- Spekulation und profitgier
- Ea sports' vergangenheit mit umstrittenen spielern
- Makabres kaufverhalten – kein einzelfall
- Solidarität oder provokation?
- Vinicius junior – ein wiederkehrendes opfer
Rassismus-vorwürfe und der bizarre fut-markt
Die Fußballwelt ist erschüttert
von den Vorwürfen des Rassismus gegen Gianluca Prestianni im Champions-League-Spiel zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid. Doch während die UEFA und die Vereine ermitteln, hat der Vorfall eine unerwartete Wendung auf dem virtuellen Transfermarkt von EA SPORTS FC 26 genommen. Einige Spieler haben begonnen, die Silber-Karte von Prestianni massiv zu kaufen, was zu einem dramatischen Preisanstieg führte. Ein geschmackloses Verhalten, das Fragen aufwirft.
Der vorfall und die anschuldigungen
Vinicius Junior und einige seiner Teamkollegen, darunter auch Kylian Mbappé, werfen Gianluca Prestianni rassistische Äußerungen vorgeworfen. Der Vorfall soll sich während des Spiels ereignet haben, als Prestianni sich das Trikot über den Mund zog. Benfica und Prestianni selbst bestreiten die Vorwürfe. Die Untersuchungen laufen noch.

Der preisanstieg der prestianni-karte
Unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe stieg der Preis der Silber-Karte von Gianluca Prestianni in Ultimate Team (FUT) sprunghaft an. Von einem Marktwert von 570 Münzen am Montag stieg er zwischenzeitlich auf bis zu 6.000 Münzen – eine Zunahme von über 900 Prozent! Aktuell hat sich der Preis auf etwa 900 Münzen stabilisiert. Was steckt hinter dieser spekulativen Entwicklung?

Spekulation und profitgier
Eine mögliche Erklärung ist die reine Profitgier. Sollten sich die Vorwürfe gegen Prestianni bewahrheiten und Benfica ihn deswegen entlassen, könnte EA SPORTS ihn aus dem Spiel entfernen. Dies würde den Wert seiner bereits existierenden FUT-Karten erheblich steigern. Wer nun eine solche Karte besitzt, könnte davon profitieren. Dieser Mechanismus ist nicht neu und erinnert an ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit.

Ea sports' vergangenheit mit umstrittenen spielern
EA SPORTS hat bereits in der Vergangenheit auf kontroverse Vorfälle mit Spielern reagiert. So wurde die Icon-Karte von Marco van Basten in FIFA 20 entfernt, nachdem er vor laufender Kamera einen Nazi-Gruß gezeigt hatte. Auch die Karten von Mason Greenwood und Benjamin Mendy wurden aufgrund von Vorwürfen der häuslichen Gewalt bzw. Vergewaltigung aus dem Spiel genommen und später wieder hinzugefügt, nachdem die rechtliche Lage geklärt war. Diese Beispiele zeigen, dass EA SPORTS durchaus in der Lage ist, drastische Maßnahmen zu ergreifen.
Makabres kaufverhalten – kein einzelfall
Das pietätlose Verhalten einiger Ultimate-Team-Spieler ist leider kein Einzelfall. In der Vergangenheit kam es bereits mehrfach vor, dass die FUT-Objekte verstorbener Fußballer massiv gekauft und der Preis dadurch in die Höhe getrieben wurde. Beispiele hierfür sind Diogo Jota, Juan Manuel Izquierdo und Agyemang Diawusie. Im September 2023 stieg der Preis der FUT-Karte von Alexis Beka Beka, nachdem Medien über eine Suizid-Drohung berichtet hatten.
Solidarität oder provokation?
Neben der Spekulation gibt es auch eine alternative Theorie: Der massive Kauf der Prestianni-Karte könnte eine Form der Solidarität mit dem Argentinier sein oder auch eine Antipathie gegenüber Vinicius Junior zum Ausdruck bringen. Der Real-Profi hat sich in der Vergangenheit durch provokantes Verhalten auf dem Spielfeld nicht immer Freunde gemacht. Es ist daher möglich, dass einige FUT-Spieler ihre Abneigung auf diese Weise zeigen wollten.
Vinicius junior – ein wiederkehrendes opfer
Leider ist Vinicius Junior regelmäßig Opfer rassistischer Entgleisungen. Dieser Vorfall zeigt erneut, dass Rassismus im Fußball ein ernsthaftes Problem ist, das auch in der virtuellen Welt widergespiegelt wird. Das Verhalten einiger FUT-Spieler ist inakzeptabel und unterstreicht die Notwendigkeit, gegen Rassismus in all seinen Formen vorzugehen.
