Cucinelli: sinner müde, fußball braucht respekt – und kimi antonelli ist ein juwel!
Mailand – Brunello Cucinelli, der Modeschöpfer und Unternehmer, hat in einem Gespräch Einblicke in die Sportwelt gegeben, die weit über die Laufstege hinausgehen. Seine Beobachtungen über den italienischen Fußball, das Tennis von Jannik Sinner und das Aufstrebende im Motorsport haben für Aufsehen gesorgt.
Die heilige pause: sinner und die sterne
Cucinelli sprach über die zunehmende Leidenschaft für alle Sportarten, die er und seine Frau beim Ansehen von Sinner im Fernsehen festgestellt haben. „Ich und meine Frau waren auf dem Sofa und sahen Sinner spielen. Sie sagte mir: 'Denk doch, früher habt ihr nur über Fußball gesprochen!'“, so Cucinelli. Er betonte, dass Sport etwas „Heiliges“ sei, eine „heilige Waffenruhe“ wie in Kriegszeiten. Besonders beeindruckt zeigte er sich von Sinner, äußerte aber auch Besorgnis: „Ich habe ihn in der Rom-Halbfinale müde gesehen. Nicht körperlich, sondern mental. Er kommt aus einem Land wie mir, er war gewohnt, in den Himmel zu schauen, die Sterne zu sehen. Wenn ich etwas sagen könnte, wäre es, ihm die Zeit zurückzugeben, um das zu tun.“
Der Respekt fehlt: Ein Appell an Politik und Wirtschaft
Doch Cucinellis Kritik beschränkt sich nicht nur auf den Sport. Er sieht ein „Seelengebrechen“ in der Politik, Wirtschaft und Familien. Er plädiert für mehr Respekt im Umgang miteinander, eine Tugend, die er in seinem eigenen Unternehmen und im Castel Rigone Calcio, den er jahrelang leitete, großgeschrieben hat. „Jedes Jahr fahre ich nach Coverciano und spreche mit Schiedsrichtern, Trainern und Spielern: Es braucht vor allem mehr Respekt für die Rolle des anderen“, erklärte er.

Wolffs juwel: kimi antonelli im fokus
Cucinelli verriet zudem, dass Toto Wolff, der Teamchef von Mercedes in der Formel 1, ihm bereits vor Jahren von einem außergewöhnlichen Talent erzählte. „Er sagte mir: 'Ich habe ein wunderschönes Juwel in der Hand, er wird ein großer Champion werden.' Und er hat eine weitere großartige Qualität: Er lacht und scherzt immer. Solange man ihn nicht ärgert…“
Die Serie A im Wandel: Mehr Kontinuität und Jugendförderung
Die italienische Nationalmannschaft verpasste erneut die Weltmeisterschaft. Cucinelli sieht die Ursachen nicht in einer grundlegenden Erneuerung des Fußballs, sondern in der Notwendigkeit, ihn „zeitgemäßer“ zu gestalten. Er betont die Bedeutung der Förderung junger Talente in der ersten Mannschaft und verweist auf die Expertise von Fabio Capello. „Die Serie A ist nicht mehr Endpunkt, sondern Durchgang, eine Übergangsphase“, so Cucinelli.
Er äußerte sich zudem positiv über Giovanni Malagò als Kandidaten für den Präsidenten des italienischen Fußballverbands und betonte, dass er die Nationalmannschaft „morgen“ trainieren würde, selbst wenn dies einen Gehaltsverlust bedeuten würde. Die Meisterschaft der Inter unter Chivu sei „richtig“ gewesen, und er lobte die Art und Weise, wie sich Chivu ausdrückte, was ihn an Ancelotti erinnere.
Haaland und Cucinelli: Ein ungewöhnliches Duo
Cucinelli, der selbst regelmäßig trainiert – Schwimmen, tibetische Übungen und Fitness, jedoch ohne Gewichte – plant, mit Freunden wieder Golf zu spielen. „Ich habe 1986 angefangen, überzeugt davon, dass es einfach sei: 'Ich spiele Tennis, es geht immer darum, einen Ball zu treffen…' Aber ich habe ihn nie getroffen. Aber jetzt habe ich drei Freunde überzeugt und versuche es erneut.“
Die italienische Sportlandschaft, von Tennis über Motorsport bis hin zum Volleyball, bietet trotz der Enttäuschung im Fußball viel Grund zur Freude. Cucinelli mahnt jedoch, dass der Respekt und die Kontinuität die Grundlage für zukünftigen Erfolg bilden müssen. Die Worte des Modeschöpfers sind ein Appell an die gesamte Gesellschaft, die Werte des Sports in den Alltag zu integrieren.
