Allegri baut zweite front: milan plant mega-kader für champions- und scudetto-angriff 2027
Massimiliano Allegri lacht noch nicht, aber er rechnet schon. Neun Punkte Vorsprung auf Platz fünf, ein Saisonfinale, das nach Champions-League-Rückkehr statt nach Tranen riecht – und dann diese Zahl: 50 Pflichtspiele minimum in der nächsten Saison. Dafür braucht der Milan keine Optionen, sondern eine doppelte Startelf.
Ein kader für zwei träume
Die Champions-League-Qualifikation ist so gut wie eingetütet, der Scudetto noch ein offenes Fenster. Allegri hat intern klargestellt: „Wer nur 14 Leistungsträger hat, scheidet im Achtelfinale aus.“ Die Lektion von Feyenoord sitzt tief. Vor einem Jahr schied der Milan nach einem 1:3 in Rotterdam aus, weil die Bank aus Youth-Playern und angeschlagenen Veteranen bestand. Das soll nicht wiederpassieren.
Die Planung läuft laut Vereinsspitze unter dem Codename „Doppelleben“. Ziel: 22 Profis auf Augenhöhe, keine klassische Erste und Zweite, sondern zwei kompakte Blöcke. Die DNA bleibt rot-schwarz, aber das Material wird verjüngt und gleichzeitig robuster.

Position für position: das sind die kandidaten
Tor: Mike Maignan bleibt unangefochten, doch Ersatzmann Sportiello will weg. Der Klub lotet Barcelona-Ikona Iñaki Peña aus, der für 8 Mio. Euro springen dürfte. Ein Zweitkeeper mit Erstkeeper-Anspruch.
Abwehr: Rechts muss Kalulu (Paris-Gerüchte) ersetzt werden, falls das 35-Mio-Angebot kommt. Favorit: Tosin Adarabioyo als kostenloser Brite mit italienischem Pass. Links setzt man auf Rico Henry (Brentford), um Theo Hernandez alle 50 Spiele nicht zu grillen.
Mittelfeld: Die Suche nach einem regista mit Box-to-Box-Genen führt zu Morten Frendrup (Genoa). Preisschild: 18 Mio. plus Boni. Daneben: Davide Frattesi von Inter soll den Derby-Gegner wechseln – ein Paukenschlag, aber die Nerazzurri brauchen Cash plus Plusvalenza.
Angriff: Rafael Leão will „nicht mehr alleine sprinten“. Die Lösung: Ansgar Knauff (Eintracht Frankfurt) als Rechtsaußen mit Tempo 34 km/h. Zentrum: Serhou Guirassy hat die 18-Mio-Klausel gezogen, verlangt aber 4 Mio. Netto – Gehalt, das Milan nur zahlt, wenn Olivier Giroud nach LA wechselt.

Der preis des doppellebens
Rechnet man Transferkosten plus Gehaltssprung, summiert sich die Rechnung auf 120 Mio. Euro. Die Champions-League-Prämie allein bringt 50 Mio. – der Rest muss über Spielerverkäufe und Sponsoring kommen. Deshalb steht auch Ismaël Bennacer auf der Verkaufsliste, sollte ein 35-Mio-Angebot aus Saudi-Arabien eingehen.
Die Fans diskutieren lautstärker als je zuvor. Die einen fürchten den Verlust der DNA, die anderen sehen endlich Professionalisierung. Allegri selbst bleibt kühl: „Ich trainiere Spieler, keine Statuen. Wer nicht 90 Mal sprinten kann, hat in meiner Champions-League-Startelf nichts verloren.“
Die Uhr tickt. Am 30. Juni endet die Meisterschaft, am 1. Juli beginnt die Planung für 50 Spiele in neun Monaten. Für Milan heißt das: Entweder doppelt investieren – oder wieder draußen sein, bevor das Losglück zuschlägt.
