Geraldine reuteler räumt beim ersten sports award direkt ab
Geraldine Reuteler hat den Auftakt der Sports Awards 2025 gemacht. Die 26-Jährige wurde am Sonntagabend in Zürich als MVP des Jahres ausgezeichnet – und das gleich bei der ersten vergebenen Trophäe.
Die Nationalspielerin setzte sich gegen Topstars wie Yann Sommer, Leonardo Genoni und Sven Andrighetto durch. Für Reuteler ist die Auszeichnung der krönende Abschluss eines Sommers, den sie so schnell nicht vergessen wird. „Was wir letzten Sommer erleben durften, war magisch“, sagte die Frankfurterin sichtlich bewegt auf der Bühne. Gemeint ist die Heim-EM, bei der die Nati das Halbfinale erreichte und das Land wochenlang in einen Fussball-Rausch versetzte.

Mutter statt manager – der dank gilt der familie
Statt Agenten oder Trainern widmete Reuteler den Preis ihrer Mutter. „Ohne dich wäre ich heute nicht hier“, sagte sie in die Kamera, die Tränen standen ihr dicht. Der Moment war so unverstellt, dass sogar die Moderatoren kurz schwiegen. Im Saal gab es stehende Ovationen – nicht nur von ihren Nationalmannschaftskolleginnen, die in der ersten Reihe saßen.
Die Wahl zum MVP war knapp. 38 Prozent der Online-Stimmen entfielen auf Reuteler, nur zwei Punkte trennten sie von Sommer. Die Jury begründete die Entscheidung mit ihrer „herausragenden Führungsrolle“ bei der EM und der „konstanten Top-Performance“ in der Frauen-Bundesliga. Reuteler erzielte in 20 Spielen für Eintracht Frankfurt 14 Tore – Rekordwert in ihrer Karriere.
Mit dem Preis verbunden ist ein Preisgeld von 25.000 Franken. Reuteler will das Geld in ein Kinder-Fussballcamp in ihrer Heimatgemeinde Huttwil investieren. „Ich will zurückgeben, was mir der Sport gegeben hat“, sagte sie nach der Verleihung. Der Sports Award wird von Swiss Olympic und der SRG ausgetragen, übertragen wurde die Gala auf SRF zwei.
Die nächste Stunde gehört den Männern. Noch sind vier weitere Awards zu vergehen – doch der erste große Moment gehört Geraldine Reuteler. Und der ist nicht mehr wegzunehmen.
