Genf dreht lausanne in overtime den playoff-stecker raus
Ein Schlag ins Gesicht für Lausanne, ein Jubelorgasmus für Genf: Servette schlägt den LHC mit 4:3 n.V., wehrt die erste Matchpuck-Chance ab und zwingt die Serie ins Entscheidungsspiel am Donnerstag. Die Waadtländer führten 3:0, sahen sich schon im Halbfinale – und kassierten am Ende eine Lehrstunde darüber, wie schnell Eishockey Richtung wechselt.
Genf startet mit druck, lausanne mit kaltstart
Die Gäste flogen aus der Kabine wie aus dem Kanon geschossen. Schüsse aus jedem Winkel, aber Pasche war Wand. Genf jagte Quantität, nicht Qualität. Die erste Großchance hatte trotzdem Saarijärvi, der das Eisen hinter dem Genfer Keeper zum Klingen brachte. Dann kamen zwei Strafen gegen Genf – und Kahun nagelte die Scheibe zur 1:0-Führung ins Netz. Die Lausanner brauchten nicht mehr, sie mussten nur warten. Genf verlor den Schwung, fast hätte es vor der ersten Sirene noch 2:0 gestanden.

Mayer wechselt charlin, genf findet sich selbst
Zwischenzeitlich sah es nach Katastrophe aus für die Grenats. Charlin kassierte innerhalb von fünf Minuten zwei Weitschüsse, beide aus harmloser Distanz, beide unhaltbar. 3:0, Wechsel, Robert Mayer zwischen die Pfosten. Doch statt zu kapitulieren, zündete Genf im Powerplay den Rückschlag: Vesey netzt zum 1:3, und die Hoffnung kehr zurück ins Hallenstadion.

Drittes drittel: penalty-parade und sechser-trick
Genf nahm den Schwung mit ins Schlussdrittel. Schon wieder Überzahl, schon wieder Tor: Anschlusstreffer, 2:3, Arena am Kochen. Lausanne bekam Angst. Eine zu spät eingewechselte sechste Feldspielerin – bestraft, klar. Saarijärvi zirkelt den Ausgleich in die Maschen. 3:3, Verlängerung.
Puljujärvi beendet den thriller
Knapp vier Minuten reichten im Sudden Death. Granlund bedient Puljujärvi, der Finne lenkt die Scheibe aus kurzer Distanz am Innenpfosten vorbei – 4:3. Die Bank der Gäste explodiert, die Lausanner sinken aufs Eis. Serie 3:3, alles offen, alles möglich.
Ambri macht den ligaerhalt klar
Während Genf feiert, bucht Ambri-Piotta den Klassenerhalt. 3:0 in Ajoie, Serie 4:0, keine Diskussion. Formenton und zweimal Joly schießen die Leventiner in die nächste Saison. Ajoie muss nun beten, dass La Chaux-de-Fonds den Swiss-League-Titel holt – sonst droht das Qualifikationsduell.
Donnerstag, 19.45 Uhr, Genf: Wer dort die Nerven behält, zieht ins Halbfinale ein. Die Serie ist längst mehr als Eishockey – sie ist ein Psychokrimi auf Kufen.
