Geneve-servette hc: von fehlstarts zum playoff-drama – was die zukunft bringt

Ein holpriger Saisonstart, ein Trainerwechsel mitten im Chaos und ein dramatischer Playoff-Aus – der Geneve-Servette HC hat eine Achterbahnfahrt hinter sich. Doch während die Fans noch vom Debakel gegen Biel-Bienne (0:8) Albträume haben, blicken die Verantwortlichen mit vorsichtiger Zuversicht auf die kommende Saison. Der Neuzugang Sam Hallam soll die “Aigles” ab 2026/27 wieder an die Spitze führen.

Die saison im rückblick: ein balanceakt zwischen hoffnung und ernüchterung

Die erste Hälfte der Saison war für den GSHC schlichtweg desolat. Nach einem schwachen Start und einer Reihe von deutlichen Niederlagen, darunter das bittere Derby gegen Lausanne (0:11), handelten die Verantwortlichen entschlossen. Der Trainerwechsel zu Ville Peltonen brachte zwar kurzzeitig Licht ins Dunkel, doch die Konstanz blieb aus. Die Mannschaft kämpfte mit ihrer Identität, die Defensive wirkte anfällig, und die Ergebnisse waren enttäuschend. Der Abgang von Yorick Treille war ein notwendiger Schritt, auch wenn er schmerzhaft war.

Doch dann folgte eine beeindruckende Wende. Unter Peltonen zeigte der GSHC eine deutliche Steigerung, kletterte in der Tabelle und erreichte schließlich den dritten Platz in der Regular Season. Die Playoffs brachten dann jedoch das bittere Ende: Gegen Fribourg-Gotteron scheiterte das Team im Halbfinale, wobei der Torwartwechsel im entscheidenden Spiel 5 die Schwächen im Kasten offenlegte.

Neuer coach, neue impulse: sam hallam übernimmt das ruder

Neuer coach, neue impulse: sam hallam übernimmt das ruder

Die Verpflichtung von Sam Hallam, dem aktuellen schwedischen Nationaltrainer, ist ein klares Signal. Ab der Saison 2026/27 wird der US-Amerikaner die Verantwortung für das GSHC-Team übernehmen und versuchen, die Genfer zurück in den Kampf um den Final zu führen. Hallam, bekannt für seine taktische Finesse und sein modernes Spielverständnis, soll frischen Wind in den Verein bringen und die Mannschaft zu neuer Stabilität verhelfen.

Die Kaderplanung für die kommende Saison steht bereits im Gange. Während die “Finnen-Linie” um Granlund und Manninen weiterhin als feste Säule gilt, gibt es einige Fragezeichen. Jason Akeson, der fünfte Importspieler, könnte seine Zukunft in Genf ungewiss sehen, da er möglicherweise nicht den erhofften Stellenwert einnimmt. Auch die Verträge von Brassard und Pouliot stehen zur Diskussion, während die jungen Talente Fromaget und Pugin den Sprung in den Profibereich wagen müssen.

Die Defensive benötigt dringend Verstärkung, insbesondere nach den 147 Gegentoren in der Regular Season. Die beiden Import-Verteidiger Rutta und Saarijärvi bleiben dem Team erhalten, doch ein weiterer erfahrener Spieler könnte die fehlende Stabilität bringen. Der Wechsel von Tim Berni zum ZSC Lions und der Abgang von Eric Schneller zum EV Zug hinterlassen eine Lücke, die geschlossen werden muss.

Die Zukunft des GSHC hängt von der erfolgreichen Integration von Sam Hallam, der Weiterentwicklung der jungen Talente und der gezielten Verstärkung der Defensive ab. Die Fans dürfen gespannt sein, welche Überraschungen die kommende Saison bereithält.