Gela allmann: vom absturz ins leben – eine skibergsteigerin inspiriert
Ein wunder auf dem berg: gela allmanns kampf ums überleben
Es grenzt an ein Wunder, dass Gela Allmann heutzutage als ARD-Expertin für die neue olympische Sportart Skibergsteigen im Fernsehen zu sehen ist. Vor zwölf Jahren veränderte ein brutaler Unfall ihr Leben schlagartig. Die ehemalige Athletin befand sich am Rande des Todes, doch ihr unbändiger Wille zum Leben führte sie zurück in die Berge – und ins Rampenlicht.

Der fatale sturz in island
Im April 2014 stürzte die damals 30-jährige Gela Allmann während Dreharbeiten in Island über 800 Höhenmeter in die Tiefe. Ein Moment, der alles veränderte. „Ich habe völlig realisiert: Das ist jetzt kein Traum, das ist dein Leben. Das ist jetzt vorbei“, erinnert sie sich in einem Porträt der ARD. Die Verletzungen waren immens: gerissene Bänder, zertrümmerten Knochen, ein zerstörter Nerv im Bein und eine durchtrennte Hauptarterie im Oberschenkel. Ein Zustand, den sie selbst als „Totalschaden“ bezeichnete.

Ein kampf gegen die zeit und den schmerz
Nach dem Sturz begann ein langer und qualvoller Weg zurück ins Leben. Mehr als sechs Monate verbrachte Allmann im Krankenhaus, gefolgt von zahlreichen Jahren in der Reha. Eineinhalb Jahre lang spürte sie kein Kribbeln in ihrem schwer verletzten Bein. Doch sie gab nicht auf. „Als ich im Schnee lag, wollte ich kämpfen“, so Allmann. Dieser unerschütterliche Glaube an sich selbst war ihre treibende Kraft.
Demut und dankbarkeit: eine neue perspektive
Die Erfahrung hat Gela Allmann verändert. „Man wird demütiger“, sagt sie. Sie erkannte, wie zerbrechlich das Leben ist und wie wichtig es ist, jeden Moment zu schätzen. Ihre Geschichte ist nicht nur ein Zeugnis von körperlicher Stärke, sondern auch von innerer Resilienz. „Selbst wenn die Ausgangssituation verdammt schlecht aussieht, können wir selbst noch verdammt viel daraus machen“, betont sie.
Botschafterin für sport und leben
Heute ist Allmann mehr als nur eine Skibergsteigerin – sie ist eine Botschafterin für ihre Sportart und für das Leben selbst. Sie teilt ihre Geschichte, um andere Menschen in schwierigen Zeiten zu motivieren und ihnen Hoffnung zu geben. Neben Vorträgen veröffentlichte sie ein Buch und ließ ihre Reha-Geschichte von einem Dokumentationsteam begleiten. Ihre Rückkehr in die Berge war ein entscheidender Moment: „Ich wusste, da will ich wieder hin.“
Skibergsteigen feiert olympische premiere
Die olympische Premiere des Skibergsteigens in Bormio begleitete Allmann als TV-Expertin. Die Sportart kombiniert Bergsteigen mit Tourenski und erfordert sowohl Ausdauer als auch Koordination. Der Sprint wurde bereits absolviert, am Samstag steht die Mixed Staffel auf dem Programm. Die Sportart ist eine Herausforderung, die Allmann selbst kennt und schätzt. Sie ist ein Beispiel dafür, dass Hindernisse überwunden werden können und dass Träume wahr werden können – auch nach einem traumatischen Ereignis.
Die wichtigsten fakten zum skibergsteigen
- Kombination aus Bergsteigen und Tourenski
- Schnelles Entfernen der Aufstiegsfelle
- Koordination in den Wechselzonen essentiell
- Hohe Anforderungen an Ausdauer und Technik
