Gc zieht notbremse: scheiblehner fliegt nach 1:5-debakel – messner soll retter sein

Ein einziges Fußballspiel, eine klare Niederlage, eine sofortige Konsequenz: Gerald Scheiblehner ist nach dem 1:5 gegen Tabellenführer Thin aus dem Amt geflogen. Die Grasshoppers reagierten noch in der Nacht auf Montag und trennten sich mit sofortiger Wirkung von ihrem Chefcoach.

Scheiblehner nimmt abgang mit sportsgeist

Der 49-jährige Österreicher, dessen Vertrag eigentlich bis 2027 lief, zeigte sich nach dem Gespräch mit der Vereinsführung erstaunlich gelassen. „Die Entscheidung gilt es zu akzeptieren. Es war ein sehr gutes Gespräch, wie immer“, sagte er gegenüber nau.ch. Statt Schuldzuweisungen oder Frust folgte sofort der Blick nach vorn: „Jetzt hoffe ich, dass die Mannschaft die Liga hält. Dann hat die Entscheidung auch Sinn gemacht.“

Scheiblehner betonte, wie intensiv die vergangenen Monate waren. „Es tut mir leid, weil ich sehr gerne hier gearbeitet habe. Es waren sehr intensive Monate. Aber als Trainer muss man das als Teil des Jobs sehen und nicht zu persönlich nehmen.“

Messner übernimmt – und soll klassikerer schaffen

Messner übernimmt – und soll klassikerer schaffen

Die Lösung ist intern: Gernot Messner, einst von Scheiblehner selbst als Co-Trainer geholt, übernimmt den Chefposten. „Dann hat es auch wirklich Sinn gemacht, dass ich ihn geholt habe“, kommentierte Scheiblehner mit einem leichten Lächeln im Ton. Ironie des Schicksals: Der Mann, den er als Verstärung ins Boot holte, soll nun den Karren aus dem Dreck ziehen.

Die Grasshoppers stecken tief im Abstiegskampf. Mit nur einem Sieg aus den letzten sieben Spielen und der historischen Pleite gegen Thun droht der Abstieg in die Challenge League. Die Fanbasis ist gespalten: Die einen fordern Konsequenz, die anderen halten den Rausschmiss für übereilt.

Ob der Trainerwechsel reicht, um den Klassenerhalt zu sichern, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die Grasshoppers haben noch fünf Spiele Zeit, um den Abstieg zu verhindern. Die Uhr tickt – und mit ihr der Druck auf Gernot Messner.