Garmisch-abfahrt: odermatt verliert den anschluss – jocher jubelt
- Erstes abfahrtstraining in garmisch-partenkirchen: franzoni vorne, odermatt enttäuscht
- Jocher als bester dsv-starter: „fühlt sich an wie ein schnitzel“
- Odermatt mit defizit: was bedeutet das für das rennen?
- Blick auf das rennen am samstag: salz und sonne als herausforderung
- Vogt und baumann analysieren die strecke
- Emotionale verarbeitung nach olympia
- Nächster trainingslauf am freitag
Erstes abfahrtstraining in garmisch-partenkirchen: franzoni vorne, odermatt enttäuscht
Garmisch-Partenkirchen – Beim ersten Abfahrtstraining auf der legendären Kandahar in Garmisch-Partenkirchen konnte sich Marco Odermatt nicht in den Top Ten platzieren. Der Schweizer Weltcup-Dominator blieb hinter den Erwartungen zurück, während der Italiener Giovanni Franzoni mit der Bestzeit überraschte. Ihm folgten Martin Cater aus Slowenien und der Schwede Felix Monsen.

Jocher als bester dsv-starter: „fühlt sich an wie ein schnitzel“
Für das deutsche Team verlief das Training deutlich positiver. Simon Jocher zeigte eine starke Leistung und fuhr auf den zehnten Platz. Nach seiner Fahrt zeigte er sich enthusiastisch: „Die Piste war mit Startnummer 45 schon ein bisschen gezeichnet, aber trotzdem wurde ein sehr guter Job gemacht, trotz des Wetters mit viel Regen.“ Er gestand weiter, sich „wie ein Schnitzel“ zu fühlen, wenn Garmisch im Rennkalender steht und er den Heimvorteil nutzen kann.
Odermatt mit defizit: was bedeutet das für das rennen?
Marco Odermatt hatte 1,36 Sekunden Rückstand auf Franzoni und landete außerhalb der Top Ten. Auch Stefan Rogentin (+0,02 Sekunden), Niels Hintermann (+2,06), Justin Murisier (+2,13) und Alessio Miggiano (+2,32) blieben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Dreifach-Olympiasieger Franjo von Allmen fuhr das Training kontrolliert und verlor 3,12 Sekunden.
Blick auf das rennen am samstag: salz und sonne als herausforderung
Mit Blick
auf das Rennen am Samstag erklärte Odermatt: „Jetzt müssen wir schauen mit der Startzeit – 11:45, da ist dann schon viel Sonne und Feuchtigkeit drin und ich denke, dass man mehr mit Salz arbeiten muss, um das über die Bühne zu bringen. Ich gehe schon davon aus, dass es stattfindet.“ Die Bedingungen werden voraussichtlich eine entscheidende Rolle spielen.Vogt und baumann analysieren die strecke
Luis Vogt belegte Rang zwölf (+1,13) und bestätigte den anspruchsvollen Charakter der Kandahar: „Es wird unterschätzt, wie schwierig die Strecke ist. Es ist oben brutal steil, technisch. Man muss Speed mitnehmen aus dem technischen Stück. Aber unten geht es auch nochmal zur Sache, also von oben bis unten.“ Romed Baumann lobte die Pistenverhältnisse: „Es ist wie erwartet Ende Februar sehr warm. Aber die Piste ist im selben Zustand, also die haben sich da richtig ins Zeug gehauen. Die Strecke ist eigentlich sau cool.“
Emotionale verarbeitung nach olympia
Luis Vogt sprach auch über die emotionalen Wochen nach Olympia: „Ich habe während Olympia erstmal Füße hochgelegt, hab das verarbeitet. Ein bisschen hat es mich schon mehr mitgenommen als ich eigentlich gedacht hätte.“ Die Olympischen Spiele scheinen noch nachzuwirken.
Nächster trainingslauf am freitag
Das zweite Abfahrtstraining findet am Freitag um 10:00 Uhr statt. Die Athleten haben dann eine weitere Chance, sich mit den Bedingungen vertraut zu machen und ihre Form für das Rennen am Samstag zu testen. Die Vorfreude auf das Weltcup-Rennen in Garmisch-Partenkirchen steigt.
