Fußball-schock: ex-bundesliga-profi roger prinzen stirbt überraschend mit 57 jahren
Die deutsche Fußballszene trauert um Roger Prinzen, einen Mann, der über Jahrzehnte hinweg als Spieler und Funktionär das Leder einstiefelte. Mit nur 57 Jahren verstarb der ehemalige Verteidiger und zuletzt als Nachwuchsboss tätige Prinzen plötzlich und unerwartet – eine Nachricht, die den 1. FC Heidenheim und viele weitere in der Branche tief erschüttert hat.
Ein prägender spieler der 90er jahre
Prinzen, geboren in Düsseldorf, hinterließ in seiner Karriere eine bemerkenswerte Spur. Zwischen 1987 und 2000 bestritt er 147 Zweitliga- und 60 Bundesliga-Spiele, wobei er vor allem bei SG Wattenscheid 09 in Erinnerung geblieben ist. Dort, zwischen 1991 und 1994, war er ein Fels in der Brandung der Abwehr, ein robuster Mann von 1,87 Metern.
Der 2. März 1993 bleibt für immer in die Vereinsgeschichte Wattenscheids eingetragen: Prinzen stand in der Startelf, als die Mannschaft sensationell den FC Bayern München mit 2:0 besiegte – ein Coup, der dem damaligen Tabellenfünfzehnten zum historischen Sieg verhalf. Marek Lesniak krönte den Erfolg mit einem spektakulären Fallrückzieher. Dieser Sieg trug dazu bei, dass die Bayern die Meisterschaft verpassten und stattdessen Werder Bremen die deutsche Meisterschaft gewann. Neben Prinzen spielten damals auch Thorsten Fink und Markus Schupp für Wattenscheid, später selbst Bayern-Profis.

Von nürnberg bis heidenheim: eine karriere voller engagement
Doch Prinzens Karriere war mehr als nur das Spiel auf dem Rasen. Nach seiner Zeit in Wattenscheid war er bei Vereinen wie Darmstadt 98, Greuther Fürth und Hannover 96 aktiv, ebenso wie in Österreich bei Austria Lustenau. Auch als Trainer war er engagiert, zunächst in Österreich, Liechtenstein und der Schweiz. Von 2013 bis 2016 übernahm er die Verantwortung für die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg und sprang sogar zweimal in der Bundesliga als Interimstrainer ein, nachdem Wiesinger und Verbeek entlassen worden waren. Seit 2018 war er im Nachwuchsbereich des 1. FC Heidenheim tätig, wo sein Sohn Marlon mittlerweile in der U17 kickt.
Der 1. FC Heidenheim trauert: „In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei seiner Frau Sonja sowie seinen Kindern Marlon, Mia und Tim. Sein plötzlicher Tod hinterlässt eine schmerzvolle Lücke beim 1. FC Heidenheim. Ruhe in Frieden, Roger!
