Fürth am abgrund: fehlende durchschlagskraft kostet punkte!

SpVgg Greuther Fürth hat sich beim 0:2 gegen den SC Paderborn erneut selbst geschadet und rutscht tiefer in die Abstiegssorgen. Die zweite Niederlage in Serie untermauert den Eindruck, dass es in der Defensive wie im Angriff derzeit einfach nicht läuft. Die Franken schnupperten erneut am Punktgewinn, wie bereits in Karlsruhe, doch am Ende blieb die bittere Erkenntnis zurück: Es reicht einfach nicht.

Vogel: „ich hätte das nicht geglaubt“

Vogel: „ich hätte das nicht geglaubt“

Heiko Vogel wirkte nach dem Spiel sichtlich bedrückt. Die Tatsache, dass sein Team einem Aufstiegsaspiranten so viele Torchancen einräumte, schien ihn zu überraschen. „Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, hätte ich das nicht geglaubt“, kommentierte der Trainer die Partie, die trotz kämpferischer Leistung der Fürther ohne Punkte blieb. Es war nicht die mangelnde Laufbereitschaft, sondern die fehlende Konzentration und Präzision, die am Ende den Unterschied machte.

Die vergebenen Gelegenheiten waren schmerzhaft. Noel Futkeus vergab knapp vor der Pause eine Hochkaräter, Jannik Dehm traf nur die Latte, und nach dem Rückstand landete der Ball an des Lukas Reichs Pfosten. Branimir Hrgota brachte seine Enttäuschung zum Ausdruck: „Leider haben wir es nicht geschafft, das Momentum zu nutzen, um ein Tor zu erzielen.“

Trotz einer ausgeglichenen Statistik – 16:15 Torschüsse, 57 Prozent Ballbesitz, 58 Prozent gewonnene Zweikämpfe – und einem läuferischen Engagement von 110,1 Kilometern (gegen 116,44 bei Paderborn) müssen sich die Fürther fragen, wo sie die fehlende Effizienz herkommen.

Der SCP Paderborn demonstrierte, wie man Torchancen eiskalt aussitzt. Stefano Marino (51.) und Filip Bilbija (86.) trafen für die Gäste, während Fürth reihenweise Gelegenheiten ungenutzt ließ. Futkeu, der Stürmerstar der Hausherren, stellte fest: „Wir hatten sehr viele Chancen und gute Aktionen, aber uns fehlte die letzte Präzision und der letzte Pass.“

Vogel lobte zwar die Leistung seiner Mannschaft, konnte sich aber nicht mit dem Ergebnis abfinden. „Kompliment für die Leistung, aber nicht für das Ergebnis“, sagte er und betonte: „Wir wissen, in welcher Situation wir sind, das geht bis zum Schluss so.“

Die nächsten Tage werden entscheidend sein. Am Samstag (13 Uhr) empfängt Fürth das Schlusslicht Münster. Ein Sieg ist nun Pflicht, denn der Abstand zu den rettenden Ufern schrumpft mit jeder verlorenen Partie. Die „Kleinigkeiten, die dazu führen, dass wir das Spiel verlieren“, müssen schnellstmöglich abgestellt werden. Die Zeit drängt, und die Abstiegssorgen in Fürth sind Realität.