Füchse berlin trotzen verletzungspech und gewinnen gegen bergischen hc
Füchse siegen auch ohne glanzleistung
Die Füchse Berlin sind in der Daikin Handball-Bundesliga weiterhin auf Erfolgskurs. Beim Aufsteiger Bergischer HC feierten sie einen klaren 35:28 (17:13)Sieg und sind mittlerweile wettbewerbsübergreifend seit neun Spielen ungeschlagen. Trotz kleinerer Rückschläge im Spielverlauf zeigten die Berliner eine starke Leistung und behaupteten ihre Position in der Spitzengruppe. Besonders hervorzuheben ist dabei die beeindruckende Serie und die mannschaftliche Geschlossenheit.

Gidsel als schlüsselspieler – auch abseits des feldes
Mathias Gidsel, der Welthandballer, war einmal mehr der Dreh- und Angelpunkt im Berliner Angriff. Mit insgesamt neun Treffern hatte er an diesem Abend fast für jede Lösung gesorgt. Eine ungewöhnliche Szene spielte sich jedoch in der 7. Minute ab: Gidsel, der sich vor ein paar Tagen eine Risswunde an der linken Hand zugezogen hatte, reparierte sein Tape mit einer Ballpumpennadel – ein echter „Do-it-yourself“-Moment!

Verletzungsmisere und improvisierte lösungen
Die Verletzung von Gidsel, entstanden durch einen zu scharfen Pass von Lasse Andersson, zwang ihn zu kreativen Lösungen. Das Tape drohte ständig abzurutschen, weshalb er kurzerhand eine Ballpumpennadel zur Verstärkung nutzte. Die Aktion verdeutlicht einmal mehr den Kampfgeist und die Professionalität des dänischen Superstars. Physiotherapeut Olaf Wehmer unterstützte ihn anschließend bei der finalen Fixierung.

Wilder spielverlauf mit phasen der schwäche
Das Spiel war geprägt von einem wilden Wechselbad der Gefühle. Während Gidsel seine Treffsicherheit bewies, taten sich andere Berliner Angreifer schwerer. Trotz einer zwischenzeitlichen Führung von sieben Toren (24:17) nach 38 Minuten, erlaubte sich die Mannschaft von Trainer Nicolej Krickau einige unnötige Fehler. Der Bergische HC kam wieder auf 25:21 heran.
Bhc-lauf und berliner nervosität
Der Bergische HC legte einen beeindruckenden 6:0-Lauf hin (25:23 in der 47. Minute) und die Füchse blieben unglaubliche neun Minuten ohne Torerfolg! Erst Tim Freihöfer (insgesamt 11 Tore) konnte mit dem 26:23 (48. Minute) seine Mannschaft erlösen. Die mangelnde Chancenverwertung der Berliner blieb jedoch ein Problem.
Routinierter sieg am ende
Trotz der Schwächephasen brachten die Füchse Berlin den Sieg schliesslich routiniert über die Zeit. Der Fokus liegt nun auf den kommenden Herausforderungen. Die Berliner zeigten einmal mehr, dass sie auch unter Druck bestehen können und eine starke Mannschaft darstellen. Der Sieg unterstreicht die Ambitionen der Füchse in dieser Saison.
Milosevljev überragend im tor
Ein wichtiger Faktor für den Erfolg war die herausragende Leistung von Torhüter Milosavljev, der mit 21 Paraden glänzte und maßgeblich zum Sieg beitrug. Seine starken Reflexe und seine Präsenz im Tor sicherten den Füchsen wichtige Punkte und ebneten den Weg ins Viertelfinale.
