Frieda bühner glänzt bei wm-quali – nächstes ziel: wnba-draft

Vier Siege aus fünf Spielen, ein All-Tournament-Team-Platz und eine 21-Jährige, die gerade dabei ist, den deutschen Frauenbasketball neu zu definieren. Die WM-Qualifikation in Lyon war für das DBB-Team trotz einer langen Ausfallsliste mehr als nur ein Pflichtprogramm – sie war eine Machtdemonstration in Miniaturformat.

Bühner macht lyon zu ihrer persönlichen bühne

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 13,2 Punkte und 5,2 Rebounds pro Partie. Gegen Südkorea zum Auftakt legte Frieda Bühner gleich 21 Zähler auf – ein Statement, das auch jenseits des Atlantiks registriert wurde. Die Flügelspielerin, die aktuell in Spanien ihr Handwerk verfeinert, wurde ins All-Tournament-Team gewählt. Verdient. Keine Diskussion.

Wer ihre Karrieredaten kennt, wundert sich ohnehin nicht mehr: 11,5 Punkte und 4,8 Rebounds im Schnitt über 24 Länderspiele, dazu Feldwurfquoten von 48,8 Prozent und 36,8 Prozent von der Dreierlinie. Das sind Werte, die in der WNBA Aufmerksamkeit erzeugen. Und genau das ist der nächste Schritt, den Bühner ins Auge fasst: eine Anmeldung für den Draft im April. Mehrere Mock Drafts sehen sie bereits in der zweiten Runde. Wer sie in Lyon gesehen hat, fragt sich, warum nicht in der ersten.

Salaun dominiert, aber das dbb-team liefert

Salaun dominiert, aber das dbb-team liefert

Den MVP-Titel schnappte sich Janelle Salaun für das ungeschlagene Frankreich – 16,7 Punkte und 6,3 Rebounds im Schnitt, beeindruckend, keine Frage. Die All-Star-Five komplettieren Marine Johannes, Victoria Macaulay aus Nigeria und die Koreanerin Lee-Seul Kang. Starke Konkurrenz. Und Bühner steckt mittendrin.

Deutschland und Nigeria hatten ihre WM-Tickets schon vor dem Abschluss in der Tasche. Frankreich und Südkorea lösten in der deutschen Gruppe die verbleibenden Plätze. Weltweit sicherten sich China, Mali, Tschechien, Italien, Spanien, Puerto Rico, Ungarn, die Türkei und Japan die restlichen Startplätze für das Turnier in Berlin.

Für das DBB-Team war Lyon ein Fingerzeig: Auch mit Verletzungssorgen im Gepäck ist diese Mannschaft konkurrenzfähig. Und solange Frieda Bühner in dieser Form spielt, wird sie das bleiben – ob in der Bundesliga, in Spanien oder bald in der besten Frauenliga der Welt.