Fribourg-gotteron: sprungers letztes kapitel in davos!
Fribourg-Gotteron hat das dramatische Playoff-Finale gegen SCL Tigers überstanden und sich damit die Chance auf den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte gesichert. Doch für Julien Sprunger, die Ikone des Klubs, steht mehr auf dem Spiel als nur ein Titel – es könnte sein letztes Eishockey-Spiel überhaupt sein.
Ein abschied, der geschichte schreibt
Die BCF Arena bebte nach dem Schlusspfiff. Die Fans feierten ihre Mannschaft, doch im Mittelpunkt stand Julien Sprunger, der Mann, der Fribourgs Eishockey-Geschichte wie kaum ein anderer geprägt hat. Der 40-jährige Routinier, der seine gesamte Karriere im Trikot von Gottéron verbracht hat, wirkte sichtlich gerührt. „Ich habe jede Sekunde genossen“, gestand er in einem Interview mit MySports, während die Emotionen noch in der Luft lagen.
Der Weg ins siebte Spiel gegen Davos war alles andere als einfach. Fribourg musste bis zur letzten Sekunde bangen, kämpfte verbissen gegen einen hartnäckigen Gegner. Besonders die Schlussphase forderte alles von den Drachen ab. Sprunger selbst markierte den frühen Führungstreffer, den er als „unglaublich“ und wegweisend bezeichnete. Eine frühe Führung, die das Team moralisch beflügelte und den Druck von den Schultern nahm.

Davos: der ort, an dem alles begann
Für Sprunger schließt sich mit dem Einzug in die Belle ein Kreis, der fast ein Vierteljahrhundert umspannt. 1185 Spiele in der höchsten Schweizer Spielklasse hat er absolviert, und das 1186. wird nun in Davos sein letztes. „Die ganze Geschichte ist unglaublich bis jetzt“, rekapitulierte Sprunger, der sich an seine Anfänge erinnert: „Ich habe meine Karriere in Davos begonnen, mein erstes Spiel im Jahr 2002. Ich werde mein letztes in Davos haben.“
Sprunger, der Inbegriff der Vereinstreue, macht kein Geheimnis daraus, wie viel ihm dieses letzte Spiel bedeutet. „Ich glaube, nachher bin ich fertig mit Eishockey. Aber ich glaube, das kann das schönste Spiel meines Lebens sein“, erklärte er mit leuchtenden Augen. In Davos, wo er einst als junger Spieler das Eis betrat, wird er nun seine Schlittschuhe an den Nagel hängen. Ob er mit einem Sieg und dem Einzug in die Finalserie verabschieden kann, wird sich zeigen. Doch eines ist sicher: Ein grosser Sportsmann verlässt die Bühne – und er tut es genau dort, wo sein Weg einst begann. Die Eishockey-Schweiz hält den Atem an, während Sprunger sein letztes Kapitel schreibt.
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