Freiburg zertrümmert genk und schreibt europa-league-geschichte

0:1 aus dem Hinspiel, 5:1 im Rückspiel – SC Freiburg hat das Unmögliche möglich gemacht und den KRC Genk mit einer furiosen Vorstellung aus dem Europa-League-Wettbewerb gekickt. Drei Tore in elf Minuten nach der Pause zerissen die belgische Abwehr, die Schwarzwälder feiern ihr erstes Viertelfinale in einem europäischen Wettbewerb.

Grifo wird zum ewigen torschützenkönig

Der 31. Oktober 2025 wird in Freiburg einen roten Eintrag im Kalender bekommen. Mit seinem Treffer zum 4:1 krönte sich Vincenzo Grifo zum alleinigen Rekordtorschützen des Klubs. 106 Tore in 347 Pflichtspielen – das ist mehr als nur eine Statistik. Es ist das Lebenswerk eines Spielers, der den SC mit Leib und Seele trägt. Nils Petersen? Abgehängt. 105 Tore in 277 Spielen – das reicht nicht mehr.

Der Italiener selbst schien es nicht zu glauben. Nach seinem Schlenzer in die linke Ecke stand er kurz regungslos, dann riss er die Arme hoch. Das Europapark-Stadion tobte. Ein Moment, der Gänsehaut erzeugt.

Frühe führung, kurzer schock, dann die entscheidung

Frühe führung, kurzer schock, dann die entscheidung

Trainer Julian Schuster hatte seine Mannschaft auf den Kampf eingestellt. Matthias Ginter köpfte nach 19 Minuten zur Führung ein, Igor Matanovic erhöhte nur sechs Minuten später. Die Freiburger Fans sangen, die belgischen Gäste wirkten verunsichert. Doch dann kam die 39. Minute. Matte Smets traf zum 2:1 – plötzlich wurde es eng.

Die Pause rettete Freiburg. Nach dem Seitenwechsel ein Kurzschluss: Grifo, Suzuki, Eggestein – drei Tore, ein Statement. Genk war geschlagen, die Europa-League-Geschichte des SC Freiburg bekam ein neues Kapitel.

Die Negativserie von vier sieglosen Spielen? Vergessen. Die Enttäuschungen gegen Juventus und West Ham? Ausradiert. Was bleibt, ist das Gefühl, dass in Freiburg gerade etwas Großes entsteht.

Im Viertelfinale wartet nun der Sieger aus Lyon gegen Celta Vigo. Keine leiche Aufgabe, aber wer Freiburg nach diesem Abend unterschätzt, hat nichts verstanden. Die Schwarzwälder haben ihren Platz in der europäischen Elite erobert – und sie werden ihn nicht so schnell wieder räumen.