Freiburg wirft genk raus – schuster plant historischen schritt

Für den SC Freiburg geht es heute Abend um den Einzug ins Viertelfinale der Europa League – ein Novum in der 120-jährigen Vereinshistorie. Nach dem 0:1 im Hinspiel in Genk muss die Mannschaft von Trainer Julian Schuster am heimischen Europapark-Stadion eine Aufgabe lösen, die sie bisher noch nie gemeistert hat.

Schuster spürt vorfreude statt druck

„Wir wollen etwas Historisches erreichen“, sagte Schuster nach dem Abschlusstraining. Die Stimmung im Team sei „aufgeladen, aber nicht angespannt“. Das 0:1 in Belgien war kein Katastrophenergebnis – aber es war ein Warnschuss. Vor allem Patrick Osterhage gestand ein, dass sich die Mannschaft in Genk „gegenseitig runtergezogen“ habe. Zu viele ungewollte Ballverluste, zu wenig Zug zum Tor. Heute zählt nur eines: Effizienz.

Die Rückkehr von Maximilian Eggestein ist ein Glücksfall. Der Mittelfeldantreiber fehlte im Hinspiel wegen seiner Roten Karte, nun steht er wieder zur Verfügung. Eggestein ist nicht nur der Mann für die Standards – er ist der emotionale Zündstoff, der Freiburg in schwierigen Phasen trägt. Seine energische Art könnte heute der Unterschied sein.

Genk ist kein unbeschriebenes blatt

Genk ist kein unbeschriebenes blatt

Die Belgier haben in dieser Saison schon West Ham United aus dem Europapokal geworfen. Ihre Stärke liegt im Umschaltspiel – schnell, direkt, brutal effektiv. Doch auswärts zeigten sie auch Lücken: In der Gruppenphase kassierten sie in Glasgow drei Gegentore. Freiburgs Analyse-Abteilung hat Videos studiert, Laufwege kartiert, Ballverluste gezählt. Die Botschaft war klar: Druck früh erzeugen, die Räume eng machen, den Genker Spielfluss stören.

Heute Abend wird das Europapark-Stadion kochen. 34.700 Fans werden erwartet – ein neuer Zuschauerrekord in der Europapokal-Historie des SC. Die Kurve wird singen, die Mannschaft wird laufen. Und wenn alles zusammenkommt, dann steht Freiburg am Ende nicht nur im Viertelfinale, sondern auch in den Geschichtsbüchern.

Anpfiff ist um 18:45 Uhr, live auf RTL+. Die Stunde der Wahrheit für Freiburg beginnt – und sie hat das Potenzial, eine neue Ära einzuläuten.