Freiburg schreibt geschichte: grifo wird rekordheld und schickt genk nach hause
Der Europa-League-Traum des SC Freiburg lebt. Mit einem furiosen 5:1 gegen den KRC Genk stürmten die Breisgauer erstmals in das Viertelfinale – und Vincenzo Grifo schnappte sich dabei den Rekord. Sein Tor zum 3:1 war das 106. in Freiburger Diensten. Keiner traf jemals öfter für den Traditionsklub.
Die nervosität war greifbar – bis ginter einschaltete
Die Anfangsphase war holprig. Zu holprig. Fehlpässe, Laufwege, die sich überschnitten, ein Stellungsfehler nach dem anderen. Genk stand tief, ließ den Ball laufen, wartete auf den Konter. Freiburg wirkte ideenlos, bis Matthias Ginter nach 19 Minuten das Spiel auf den Kopf stellte. Kopfball, langes Eck, 1:0. Die Europapark-Stadion-Decke bebte.
Sechs Minuten später lag der Ball schon wieder im Netz. Diesmal war Igor Matanovic zur Stelle – nach Vorlage von Ginter, der wie ein Box-to-Box-Monstrum durch die belgische Hintermannschaft gerauscht war. Die Führung war verdient, wenn auch glücklich. Denn Genk kam zurück. Matte Smets verkürzte, und plötzlich war die Halle wieder leise.

Grifo macht's mit einem lächeln – und genk schenkt ein
Nach der Pause schalteten die Gäste einen Gang zurück. Zu viel. Eine Querpass-Posse zwischen Smets und Keeper Lawal landete bei Grifo. Der Italiener nahm das Geschenk mit einem Lächeln entgegen. 3:1. Rekord. Jubel bis nach Lörrach.
Drei Minuten später der nächste Genk-Blackout. Yuito Suzuki profitierte, schob ein, machte den Sack zu. Freiburg spielte nun mit dem Gegner, nicht mehr gegen ihn. Maximilian Eggestein setzte den Schlusspunkt – ein Lupfer, ein Moment, ein 5:1.
Jetzt wartet Celta Vigo. Der SC Freiburg ist nicht mehr nur Teilnehmer. Er ist Anwärter.
