Freiburg patzt in braga: last-minute-niederlage wühlt traum vom finale ein

Sport-Club Freiburg muss sich im Halbfinale der Europa League einiges vorwerfen lassen. Eine bittere 1:2-Niederlage gegen Sporting Braga in Portugal hat die Chancen des Bundesligisten auf den ersten Einzug in ein europäisches Endspiel erheblich geschmälert. Ein später Treffer der Gastgeber katapultierte Braga an die Spitze und ließ die Freiburg-Fans fassungslos zurück.

Die erste halbzeit: grifo gleicht aus, atubolu rettet elfmeter

Das Hinspiel begann für Freiburg alles andere als ideal. Nach nur acht Minuten klingelte es bereits im Netz der Gäste, als Demir Ege Tiknaz nach einer Kopfballverlängerung zum 1:0 für Braga einschoss. Die Anfangsphase offenbarte deutliche Schwächen im Freiburg-Aufbau, die Braga gnadenlos ausnutzte. Doch der Sport-Club zeigte Reaktion und übernahm fortan das Spielgeschehen. Vincenzo Grifo gelang in der 16. Minute per Distanzschuss der Ausgleich, nachdem Niklas Beste ihn mustergültig in Szene gesetzt hatte – der 108. Pflichtspieltreffer des Freiburg-Rekordtorschützen.

Kurz vor der Pause rettete Freiburgs Torwart Noah Atubolu mit einer Glanzleistung einen Elfmeter gegen Ex-Bundesligaprofi Rodrigo Zalazar. Der „Elfmeter-Killer“, der in der vergangenen Saison bereits einen Bundesligarekord mit fünf gehaltenen Strafstößen in Folge aufgestellt hatte, bewies einmal mehr seine Nerven aus Stahl. Die erste Halbzeit endete somit mit einem gerechten 1:1.

Die zweite halbzeit: braga schlägt zu, freiburg patzt

Die zweite halbzeit: braga schlägt zu, freiburg patzt

Die zweite Hälfte verlief zäh und von vielen Fouls geprägt. Beide Mannschaften spielten vorsichtig und scheuten das Risiko. Doch dann, in der 90.+2 Minute, schlug Braga zu. Mario Dorgeles traf zum 2:1 und sorgte für den umstrittenen Sieg der Portugiesen. Ein Fehler in der Freiburger Abwehr wurde gnadenlos bestraft. Das Ergebnis ist hart, aber fair, da Braga insgesamt die effizientere Mannschaft war.

Trainer Julian Schuster hatte vor dem Spiel gewarnt: „Die kleinen Details können mitentscheiden. Es wird total wichtig sein, die Disziplin zu wahren und den Matchplan umzusetzen. Braga ist eine abgezockte Mannschaft.“ Diese Worte hallen nun besonders deutlich wider, da Freiburg in entscheidenden Momenten die Nerven verloren hat.

Die Aufgabe für das Rückspiel am kommenden Donnerstag ist enorm. Freiburg muss in eigener Halle gewinnen, um seine Chance auf das Finale in Istanbul (20. Mai) zu wahren. Dort wartet bereits ein Gegner aus der englischen Premier League – entweder Nottingham Forest oder Aston Villa. Die Reise nach Istanbul scheint nun weiter entfernt als je zuvor.