Freiburg jongliert mit personal: liga-duell vor europa-halbfinale
SC Freiburg steht vor einer Zitterpartie: Zwischen dem brisanten Halbfinal-Rückspiel in der Europa League gegen Braga und dem wichtigen Bundesliga-Spiel gegen Wolfsburg muss Julian Schuster sein Team taktisch klug aufstellen. Nach der Enttäuschung in Portugal gilt es nun, im Ligaspiel gegen den VfL die internationalen Ambitionen zu festigen – und das alles unter dem Druck der englischen Wochen.
Schuster fordert volle konzentration gegen wolfsburg
Die Luft ist dünn im Breisgau. Nach dem späten Gegentreffer in Braga (1:2) und einer verketteten Niederlagenserie – DFB-Pokal in Stuttgart, Bundesliga in Dortmund, Europa League in Braga – fordert Freiburgs Coach Julian Schuster nun absolute Konzentration auf das Bundesliga-Spiel gegen den abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg. „Jedes Spiel ist automatisch die Vorbereitung für das nächste“, betonte Schuster bereits nach dem Hinspiel in Portugal, wo er die Mannschaft direkt auf die anstehenden Aufgaben fokussierte.
Die Chance, den Rückstand auf den Tabellensiebten Frankfurt (der gegen den HSV unglücklich verlor) wettzumachen, ist da. Igor Matanovic machte seine Position deutlich: „Wir wollen nicht zulassen, dass Frankfurt Siebter bleibt.“ Der Druck ist spürbar, aber Schuster scheint gelassen. „Es tut uns gut, dass wir nach drei Auswärtsspielen endlich wieder ein Heimspiel haben“, so der Trainer. Die Unterstützung der Fans wird entscheidend sein, um die nötige Energie für beide Spiele zu finden.

Rotation und frische: schuster vor zukunftsentscheidungen
Die Frage nach der Aufstellung beschäftigt Schuster und sein Team. Nach den vielen englischen Wochen und der bereits vorgenommenen Rotation in der Startelf gegen Stuttgart und Dortmund, muss der Trainer nun erneut die frischesten Kräfte auf den Platz schicken. „Wir müssen entscheiden, wer die richtige Frische hat“, erklärte Schuster. Es wird erwartet, dass er erneut auf einige Wechsel zurückgreifen muss, um die Belastung der Spieler zu minimieren und die Kraft für das entscheidende Rückspiel gegen Braga zu sparen.
Die Comeback-Qualitäten des Teams lassen jedoch optimistisch in die Zukunft blicken. Das Hinspiel gegen Wolfsburg vor Weihnachten, das trotz einer 0:2-Rückstand noch mit 4:3 gewonnen wurde, zeugt von einer beeindruckenden mentalen Stärke und dem Willen, niemals aufzugeben. „Das Pendel hat abwechselnd auf beiden Seiten ausgeschlagen, das kostet sehr viel Energie“, erinnerte sich Schuster an das frühere Spiel. Die Einwechselspieler, insbesondere Vincenzo Grifo und Derry Scherhant, spielten dabei eine entscheidende Rolle. Die Hoffnung ist, dass auch gegen Wolfsburg die Bank die entscheidenden Impulse geben kann.
Die Aufgabe ist klar: Sieg gegen Wolfsburg, um den Platz im internationalen Geschäft zu festigen. Doch der Blick ist bereits auf das Europa-League-Halbfinal-Rückspiel gegen Braga gerichtet, in dem Freiburg die Chance hat, Geschichte zu schreiben und das Finale in Istanbul zu erreichen. Mit einem Sieg am Sonntag und der richtigen Mentalität können die Breisgauer den Grundstein für einen weiteren erfolgreichen Europapokal-Lauf legen.
