Frauen-em 2029: dfb und volkswagen setzen auf nachhaltigkeit

Frauen-em 2029: gemeinsamer blick auf nachhaltige entwicklung

Hamburg – Der DeutscheFußball-Bund (DFB) und Volkswagen blicken bereits jetzt gemeinsam auf die Frauen-Europameisterschaft 2029 in Deutschland. Auf der SPOBIS-Konferenz in Hamburg trafen sich Verantwortliche beider Seiten, um die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung des Frauen- und Mädchenfußballs zu stellen. Auch Nationalspielerin Sophia Kleinherne nahm an den Gesprächen teil.

Fokus auf langfristige wirkung

Im Rahmen eines Panel-Talks diskutierten Experten über die Erfolgsfaktoren großer Sportevents, die Chancen und Herausforderungen für Vereine und die zentrale Rolle des Ehrenamts. Einigkeit bestand darüber, dass die EM 2029 weit über das Turnier hinauswirken muss – strukturell, gesellschaftlich und sportlich. Die Diskussionen zielten darauf ab, wie man aus großen Visionen eine nachhaltige Wirkung für den Frauenfußball in Deutschland erzielen kann.

Kleinherne: mehr als nur ein turnier

Kleinherne: mehr als nur ein turnier

Sophia Kleinherne vom VfL Wolfsburg betonte, dass ein Turnier erst dann erfolgreich sei, wenn es für Spielerinnen eine spürbare Veränderung bewirkt – und das nicht nur für ein paar Wochen. „Es gehören bessere Trainingsbedingungen, verlässliche Strukturen und vor allem Perspektiven für Mädchen dazu, die heute in den Vereinen anfangen“, so Kleinherne. Es muss also eine langfristige Investition in die Zukunft des Frauenfußballs erfolgen.

Handball-erfahrungen und klare verantwortlichkeiten

Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbundes, brachte Erfahrungen aus seiner Sportart ein. Er unterstrich die Bedeutung klarer Verantwortlichkeiten für nachhaltige Entwicklung. „Nachhaltigkeit entsteht nicht von selbst. Man braucht klare Governance-Strukturen, messbare Ziele und die konsequente Einbindung der Basis.“ Die Vereine und Verbände müssen von Anfang an in den Prozess eingebunden werden.

Dfb und uefa mit gemeinsamem ziel

Patrick Kisko von der DFB EURO GmbH gab Einblicke in den Vergabeprozess und die nächsten Schritte. „Das Thema Legacy hat bereits im Bidding eine zentrale Rolle gespielt, erklärte er. UEFA und DFB verfolgen das gemeinsame Ziel, dass die WEURO 2029 einen nachhaltigen Effekt hat.

Ehrenamt als schlüssel zum erfolg

Ein besonderer Schwerpunkt des Panels lag auf dem Thema Ehrenamt. Josephine Finck, Ehrenamtsbeauftragte der Volkswagen AG, betonte die Brückenfunktion von Unternehmen. „Großevents bieten eine einmalige Gelegenheit, Menschen für Engagement zu begeistern.“ Die Herausforderung bestehe darin, dieses Engagement langfristig zu verankern, beispielsweise durch Qualifizierung und Anerkennung.

Volkswagen sieht sich in verantwortung

Volkswagen sieht sich als Partner des DFB in einer besonderen Verantwortung. Gerd Voss, Leiter der Sportkommunikation bei Volkswagen, fasste zusammen: „Wir wollen dabei helfen, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Vereine, Verbände und Austragungsorte langfristig profitieren. Denn die Zukunft des Fußballs entscheidet sich an der Basis.“ Das Unternehmen möchte aktiv zur positiven Entwicklung beitragen und die Grundlagen für zukünftige Erfolge legen.