Frauen-bundesliga: vfl oldenburg verliert punkt wegen formular-panne
Ein fehlendes Stück Papier kostet den VfL Oldenburg einen wichtigen Punkt in der Handball-Bundesliga der Frauen. Die Niedersachsen müssen wegen einer nicht unterzeichneten Anti-Doping-Vereinbarung von Spielerin Melanie Fragge bei zwei Partien einen Zähler abgeben.
Der fehler, der alles änderte
Die Panne passierte beim 20. Spieltag gegen Blomberg-Lippe (21:30) und beim Nachholspiel des 12. Spieltags gegen Zwickau (25:25). In beiden Begegnungen stand Fragge auf dem Feld - ohne die nötige Unterschrift unter der aktualisierten Anti-Doping-Klausel. Die Konsequenz: Die Spiele werden mit 0:2 Punkten und 0:0 Toren für Oldenburg gewertet.
Andreas Lampe, Geschäftsführer des VfL, nimmt die volle Verantwortung auf sich: „Diese haben wir vorsorglich nicht nur von der Profimannschaft, sondern auch vom gesamten Juniorteam eingeholt. Leider fehlte bei der Einreichung genau ein Formular – das von Melanie Fragge.“ Der 24-jährigen Rückraumspielerin droht keine individuelle Sanktion, da sie selbst keine Schuld trifft.

Warum oldenburg nicht widerspricht
Der Klub verzichtet auf Einspruch. Der Grund ist pragmatisch: Der Punktabzug verschiebt Oldenburg lediglich von 25 auf 24 Zähler, die Tabellenposition bleibt unverändert auf Platz fünf. „Wir werden unsere internen Prozesse in der Geschäftsstelle entsprechend anpassen, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt“, verspricht Lampe.
Damit zieht die Frauen-Bundesliga nach, was sich in der Männer-Bundesliga bereits andeutet: Auch den Rhein-Neckar Löwen und dem TV Hüttenberg droht wegen Doping-Verstößen ein Punktabzug. Die Oldenburger Geschichte ist ein Lehrstück darüber, wie ein einziges Formular die Saisonbilanz einer Mannschaft verändern kann.
