Yakin setzt xhaka und okafor vor wm-test in oslo außer kraft
Kein Xhaka, kein Okafor – Murat Yakin schickt die Schweiz mit einem B-Team ins letzte Testfeuer vor der WM 2026. In Oslo trifft die Nati um 18 Uhr auf Norwegen, doch die Personalie lautet: Risiko verboten.

Knock-out gegen deutschland war warnung genug
Die 3:4-Heimniederlage vom Samstag brennt noch. Yakin will keine angeschlagenen Stars in den Zweikampf gegen Håland & Co. schicken. Die Entscheidung fiel gestern Abend im Teamhotel – gemeinsam mit den Spielern. Xhaka und Okafor hatten gerade die Laufbandanlage verlassen, da flog schon die WhatsApp-Nachricht an die Medienabteilung: beide außerhalb des Kaders.
Ardon Jashari rutscht in die Sechser-Rolle neben Remo Freuler. Der 22-jährige Luzern-Profi bekommt den Kastensturm vor den eigenen 16er serviert – und mit ihm die Chance, sich endgültig für den endgültigen WM-Kader zu empfehlen. Vorne bleibt alles beim Alten: Ndoye, Embolo, Vargas. Drei Sprinter, ein Gedankenblitz.
Warum Oslo? Norwegen ist qualifiziert, spielt mit Druck, bietet EM-Atmosphäre. Genau das will Yakin: ein Spiegel, der zeigt, wer bereit ist, wenn im Juni 2026 die Gruppenphase losgeht. Die Norweger haben ihre letzten fünf Heimspiele gewonnen, davon drei zu Null. Die Schweiz kassierte in den letzten drei Partien neun Gegentore. Die Zahlen sind kein Zufall, sie sind ein Alarm.
Für Xhaka heißt es: Einzeltraining in Murten, statt Schneegestöber in Oslo. Der Kapitän bleibt in der Kabine trotzdem präsent – per Videoanruf vor dem Anpfiff. Okafor trainiert im Sandkasten von Milano, will die letzten Prozent noch vor der Abreise nach Zürich holen. Beide sollen in 14 Tagen wieder voll durchstarten, wenn die Nati ins Trainingslager nach Marbella fliegt.
Heute Abend zählt kein Fitnessbericht, sondern das Ergebnis. Yakin will sehen, wie seine Reserve den Kopf durchsetzt. Ein Sieg würde die WM-Moraldosis erhöhen – und einige Profis ins Ticket nach Nordamerika katapultieren. Die Uhr tickt. In 200 Tagen geht’s los.
