Frankreich schlägt kolumbien 3:1 – wm-form stimmt
Zwei Spiele, zwei Siege, kein Zweifel an der Qualität. Frankreichs Nationalmannschaft hat ihre US-Tour mit einem 3:1 gegen Kolumbien abgeschlossen und sendet damit ein klares Signal Richtung WM-Endrunde. Trainer Didier Deschamps rotierte munter durch seinen Kader – und das Team funktionierte trotzdem wie ein Uhrwerk.
Doué und thuram tragen frankreich zum sieg
Es war Désiré Doué, der den Abend in Landover, Maryland prägte. Zwei Tore, beide verdient, beide ein Zeichen dafür, dass Frankreich mehr Tiefe besitzt, als die großen Namen vermuten lassen. Sein erstes Tor fiel in der 29. Minute, das zweite nach der Pause in der 56.. Dazwischen war Marcus Thuram zur Stelle – der frühere Gladbacher Bundesliga-Stürmer traf in der 41. Minute zum 2:0 und machte damit schon vor der Halbzeit klar, wohin die Reise geht.
Kolumbien war nicht chancenlos. Luis Díaz und der ehemalige Bayern-Star James Rodríguez sorgten phasenweise für echte Unruhe in der französischen Defensive. Die Südamerikaner kamen mutig, pressten früh und zwangen Frankreich zu einigen ungewohnten Fehlern. Jaminton Campaz belohnte diesen Mut in der 77. Minute mit dem Anschlusstreffer zum 1:3 – zu spät, zu wenig.

Mbappé und olise kamen, sahen, wurden kaum gebraucht
Das Interessante an diesem Abend war nicht, was die Stars leisteten, sondern wie wenig sie gebraucht wurden. Kylian Mbappé und Michael Olise von Bayern München saßen bis zur Schlussphase auf der Bank. Kein Drama, keine Erklärungen nötig. Deschamps gönnte seinen Schlüsselspielern Ruhe – und das Ergebnis gab ihm recht. Ousmane Dembélé sah die gesamten 90 Minuten aus der Distanz, ohne auch nur eine Minute zu bekommen.
Für die Bayern-Fraktion war es ein Abend ohne Glanzmomente. Díaz und Olise blieben unauffällig, was bei dieser Rotation kaum überrascht. Deschamps hat offensichtlich genug Vertrauen in seinen Kader, um die Stammspieler zu schonen und trotzdem zu gewinnen.

Was diese us-tour über frankreichs wm-ambitionen verrät
Nach dem 2:1 in Unterzahl gegen Brasilien war dieser Sieg gegen Kolumbien keine Überraschung mehr, sondern eine Bestätigung. Frankreich ist nicht nur auf dem Papier Mitfavorit – die Mannschaft zeigt eine Breite im Kader, die den meisten anderen Nationen schlicht fehlt. Wenn ein Team mit komplett rotierter Startelf gegen Kolumbien dreimal trifft, spricht das eine deutliche Sprache. Der Vize-Weltmeister ist bereit.
