Frankfurt tanzt auf einem vulkan: riera-abgang und trainer-poker!

Eintracht Frankfurt steht am Scheideweg. Nach dem enttäuschenden Europa-Aus und einem brisanten Spiel gegen Stuttgart, das mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert, steht fest: Albert Riera muss gehen. Die eigenen Fans verabschiedeten ihn mit Pfiffen, ein deutliches Zeichen des Unmuts über die bisherige Amtszeit.

Burkardt rettet, was zu retten war – zumindest für einen moment

In dieser turbulenten Atmosphäre war Jonathan Burkardt (25) einer der wenigen Lichtblicke für die Frankfurter. Der Stürmer, der in dieser Woche eine Geldstrafe von 20.000 Euro erhalten hatte, zeigte Lebenszeichen und markierte mit einem Doppelpack die Treffer zum 1:2 und 2:2. Ein kleiner Hoffnungsschimmer, der allerdings die grundsätzlichen Probleme des Teams nicht kaschieren kann.

Die Bilanz seit dem 2. Februar liest sich alles andere als rosig: Vier Siege, fünf Unentschieden und fünf Niederlagen in 14 Spielen – zu wenig für die Ambitionen eines Bundesligisten. Und die Fans machen ihrer Meinung auf eindringliche Weise Luft. Ein Plakat im Stadion, auf dem „Nada de Gracias, Alberto“ steht, verdeutlicht die Zerrüttung im Verhältnis zwischen Verein und Trainer.

Sport-Vorstand Markus Krösche versuchte, die Situation zu beschwichtigen. „Für Albert war das sicher keine einfache Zeit bei uns“, sagte er bei Sky. Aber die Worte klingen hohl, wenn man bedenkt, dass bereits jetzt die Nachfolge geregelt werden muss. Die Suche nach einem neuen Trainer hat bereits begonnen, und die Namen kursieren in den Medien.

Wer übernimmt das ruder? die kandidaten im fokus

Wer übernimmt das ruder? die kandidaten im fokus

Laut BILD-Informationen sind Mike Tullberg (40), Matthias Jaissle (38) und Adi Hütter (56) im Rennen um die Nachfolge. Tullberg, der gerade den dänischen Pokal mit dem FC Midtjylland gewann, könnte eine interessante Option sein. Jaissle steht zwar noch bei Al-Ahli unter Vertrag, doch seine Vergangenheit spricht für ihn. Und Adi Hütter, der Eintracht 2019 ins Europa-League-Halbfinale führte, wäre eine Rückkehr in die alte Heimat – mit all ihren Vor- und Nachteilen.

Die Entscheidung, wen man als neuen Coach präsentiert, wird entscheidend sein für die Zukunft des Clubs. Denn nach dem Europa-Aus steht ein gewaltiger Umbruch bevor. Vieles wird davon abhängen, ob man in der Lage ist, eine neue Spielphilosophie zu etablieren und die Mannschaft wieder zu Höchstleistungen zu motivieren. Die Fans fordern frischen Wind, und der Vorstand muss liefern. Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Die Saison 2026/27 könnte für die Eintracht bereits jetzt in den Sand laufen, sollte der neue Trainer keine Wunder vollbringen.