Duisburg am boden: verpasste relegation lässt trainer hirsch sprachlos zurück
Dramatische Szenen in der MSV-Arena: Der MSV Duisburg hat die Chance auf die Aufstiegsrelegation verpasst. Ein müdes 1:1 gegen Viktoria Köln reichte am letzten Spieltag der 3. Liga nicht, um Rot-Weiss Essen noch abzufangen. Die Enttäuschung in der Stahlmetropole ist riesig, Coach Dietmar Hirsch sprach von „völliger Leere“.
Die bittere wahrheit: duisburg verpasst den sprung
Die Vorfreude war groß, die MSV-Fans hatten die Arena bis auf den letzten Platz gefüllt, um ihre Zebras zum Sieg zu animieren. Eine beeindruckende Choreographie in der Nordkurve sollte den Willen zum Erfolg symbolisieren. Doch es war nicht der Tag des MSV. Nach einem schnellen Ausgleichstreffer der Kölner, der die frühe Führung zunichte machte, wirkte Duisburg wie paralysiert. Die Spieler schienen von der Last der Erwartungen erdrückt, die Aufbruchstimmung der vergangenen Wochen verflogen.
Ein Pfosten vereitelt die Hoffnung: Rasim Bulic hatte in der Nachspielzeit die Chance auf die Wende, doch sein Schuss prallte an die Stange. Ein verpasster Moment, der die Hoffnung der Duisburger Anhänger im Nu zerstörte. Die Szene wirkte wie ein Spiegelbild der gesamten Saison – nah dran, aber eben nicht ganz.
„Leider wollte ich ihn zu platziert schießen, er ist dann wieder rausgesprungen“, kommentierte Bulic die vergebene Chance bedauernd.

„Völlige leere“: hirsch' kommentar zum albtraum
Trainer Dietmar Hirsch wirkte nach dem Spiel wie ein Mann, dem die Worte fehlen. Am WDR-Mikrofon äußerte er sich bedrückt: „Brutaler geht's nicht.“ Als er nach seiner Gefühlslage gefragt wurde, antwortete er nur mit einem einzigen Wort: „Völlige Leere.“ Die Worte des Coaches spiegeln die Stimmungslage im gesamten Verein wider.
Die Spieler trotteten nach dem Abpfiff mit hängenden Köpfen über den Rasen, die Bemühungen der Fans, das Team aufzumuntern, blieben ungehört. Die bittere Erkenntnis, dass die Chance auf die 2. Bundesliga vergeben ist, lastete schwer auf allen.
Ein Trostpreis: Der vierte Platz sichert dem MSV die Qualifikation für den DFB-Pokal. Doch aktuell scheint dies für die Duisburger kaum eine Rolle zu spielen. „Das ist ein Trostpreis“, räumte Hirsch ein.
Die Saison endet mit einem Gefühl der Frustration und Enttäuschung. Doch Hirsch blickt bereits nach vorne: „Am 23. Mai wollen wir den Niederrheinpokal gewinnen und dann nach dem langen Urlaub wieder angreifen.“ Ob der MSV die Lehren aus dieser Saison ziehen und im nächsten Jahr erneut an die Spitze stoßen kann, wird die Zeit zeigen. Die Fans hoffen darauf, dass ihre Zebras gestärkt aus dieser Krise hervorgehen.
