Frankfurt klaut bayern das nächste juwel: sadiki chemwor wechselt zur eintracht

Eintracht Frankfurt hat sich den nächsten Rohdiamanten gesichert. Sadiki Chemwor, 18-jähriger Offensivspieler mit kenianischen Wurzeln, verlässt den FC Bayern München und wechselt zur neuen Saison in die Mainmetropole. Der Deal ist perfekt, die Hessen bestätigten die Verpflichtung am Freitag.

Bayern verliert ein juwel – frankfurt gewinnt perspektive

Bayern verliert ein juwel – frankfurt gewinnt perspektive

Chemwor, der sowohl die deutsche als auch die englische Staatsangehörigkeit besitzt, kam bereits mit acht Jahren zur Jugend der Münchner. Seitdem durchlief er alle Altersstufen, stand 19 Mal in dieser Saison für die A-Jugend auf dem Platz – in der DFB-Nachwuchsliga, der UEFA Youth League und im DFB-Pokal. Fünf Einsätze in den deutschen U-16- und U-17-Nationalmannschaften komplettieren die Bilanz.

Doch statt den Sprung in die zweite Mannschaft der Bayern zu wagen, entschied sich der Flügelflit für einen Neuanfang bei Eintracht Frankfurt. Dort unterschreibt er einen Lizenzspielervertrag, wird aber zunächst überwiegend für die U21 der Hessen auflaufen – aktuell souveräner Tabellenführer in der fünftklassigen Hessenliga und auf direktem Weg zurück in die Regionalliga Südwest.

„Sadiki Chemwor ist ein hoch veranlagter Spieler mit einer hervorragenden fußballerischen Ausbildung“, schwärmt Eintracht-Sportdirektor Timmo Hardung. „Qualität, Spielintelligenz und Mentalität machen ihn zu einem Spieler, dem wir eine spannende Perspektive zutrauen.“

Für den FC Bayern ist Chemwor bereits der zweite hochtalentierte Jugendspieler, der in diesem Sommer die Münchner verlässt. Auch das zeigt: Selbst der deutsche Rekordmeister kann nicht jedes Talent halten. Frankfurt dagegen beweist erneut ein glückliches Händchen bei der Verpflichtung junger Spieler mit Potenzial.

Die Eintracht hat in den vergangenen Jahren ein bemerkenswertes Netzwerk aufgebaut, um genau solche Talente frühzeitig zu identifizieren und gezielt zu fördern. Chemwor passt perfekt ins Profil: technisch versiert, tempostark und mit dem nötigen Selbstbewusstsein, sich in einem neuen Umfeld durchzusetzen.

Die Frage ist nur: Wie lange wird es dauern, bis ihn die erste Mannschaft ruft? Bei der Entwicklung, die Eintracht Frankfurt in den letzten Jahren genommen hat, wäre es keine Überraschung, wenn Chemwor schon bald für Furore sorgt. Die Mainmetropole hat sich zur Talentschmiede entwickelt – und Bayern muss wieder einmal zuschauen.