Franjo von allmen: vom finanziellen tief zum dreifachen olympiasieger

Franjo von allmen: der weg zu drei goldmedaillen in bormio – und die rolle eines mäzens

Die Olympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 sind für den Schweizer Skirennläufer Franjo von Allmen zu einem Märchen geworden. Seine drei Goldmedaillen sind nicht nur sportliche Meisterleistungen, sondern auch eine Geschichte von Entschlossenheit und unerwarteter Unterstützung. Von bescheidenen Verhältnissen und einem frühen Schicksalsschlag geprägt, schien seine Karriere ins Stocken zu geraten, bevor sie überhaupt richtig begann. Doch nun steht er als dreifacher Olympiasieger im Rampenlicht.

Die jugendjahre und der frühe verlust

Franjo von Allmens Aufstieg begann nicht mit sofortigem Erfolg. Ein ehemaliger Arbeitskollege seines Vaters, Beat Gerber, erinnert sich an Jugendrennen, in denen der junge Franjo zwar Freude am Skifahren zeigte, aber nicht unbedingt als Wunderkind auffiel. „Er hat nicht jedes Jugendrennen gewonnen wie einst Beat Feuz“, so Gerber. Trotzdem erkannte man früh seine Leidenschaft für den Sport.

Die wende durch eine radwoche

Die wende durch eine radwoche

Einige Jahre später fiel Gerber der junge Skirennläufer erneut auf – bei einer Radwoche des Berner Oberländer Skiverbandes. Trotz nächtlicher Ausgelassenheit zeigte von Allmen am nächsten Morgen eine beeindruckende Kondition. „Er war auch koordinativ so gut, dass er locker zwei Kilometer nur auf dem Hinterrad fahrend zurückgelegt hat“, berichtet Gerber. Diese außergewöhnliche Fitness offenbarte ein verborgenes Talent.

Materielle schwierigkeiten und die hilfe von simon zmoos

Materielle schwierigkeiten und die hilfe von simon zmoos

Ein Problem war jedoch die mangelnde Ausstattung. Franjo von Allmen konnte sich kein hochwertiges Fahrrad leisten. Simon Zmoos, ein Kollege von Gerber, kümmerte sich darum, dass der junge Sportler ein passendes Bike vom Thömus Veloshop erhielt. Diese kleine Geste war ein erster Schritt, um ihm die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.

Der finanzielle engpass nach dem tod des vaters

Der größte Stolperstein auf von Allmens Weg war jedoch ein finanzieller. Mit 17 Jahren verlor er seinen Vater und damit eine wichtige finanzielle Stütze. Vier Jahre vor seinem Debüt im Weltcup drohte sein Traum von einer professionellen Karriere zu scheitern. Ein Crowdfunding-Projekt seiner Heimatgemeinde und die Hilfe von Beat Gerber sollten hier Abhilfe schaffen.

Die entscheidende rolle der dr. heinz grütter-jundt stiftung

Gerber stellte den Kontakt zu Annalisa Gerber her, die für die Verwaltung der Dr. Heinz Grütter-Jundt Stiftung verantwortlich ist. Diese Stiftung, gegründet von dem wohlhabenden Apotheker Heinz Grütter, unterstützt seit über 20 Jahren den Schweizer Ski-Nachwuchs mit beträchtlichen Mitteln. Durch die Unterstützung dieser Stiftung wurde Franjo von Allmen ermöglicht, sein volles Potenzial auszuschöpfen.

Ein märchen wird wahr

Ohne die finanzielle Unterstützung durch die Stiftung und die persönliche Hilfe von Beat Gerber wäre der historische Erfolg von Franjo von Allmen in Bormio wohl undenkbar gewesen. Seine drei Goldmedaillen sind ein Beweis dafür, dass Talent, Entschlossenheit und die richtige Unterstützung Großes bewirken können. Ein inspirierendes Beispiel für junge Sportler in der Schweiz und darüber hinaus.

Weitere highlights der olympia mailand cortina 2026

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