Fran gámez verlängert bis 2027: albacetes altmeister schlägt zurück

Fran Gámez bleibt. Der 34-jährige Rechtsverteidiger unterschrieb bis Juni 2027, obwohl die Konkurrenz an seiner Position mit Lorenzo Aguado längst kein Geheimnis mehr ist. „Als mir der Verein die Hand ausstreckte, brauchte ich keine Sekunde“, sagte er am Donnerstag, „ich bin genau dort, wo ich hin will.“

Ein gentleman im modernen fußball

Ein gentleman im modernen fußball

1.753 Minuten in 21 Ligaspielen – das klingt nach Routine, liest sich aber wie ein Comeback. Gámez spielte sich nach einem Adduktoren-Drama zurück in die Startelf, das die Fans in La Mancha „El Tren“ nennen. Drei Pokalauftritte kamen obendrauf, jeder einzelne davon über 90 Minuten. Die Zahl steht für Ausdauer, nicht für Statistik.

Die sportliche Leitung um Rubén de la Barrera setzt auf Kontinuität statt auf Kurzfrist-Transfers. Mit Manuel Pascual, Maikel Mesa und jetzt Gámez haben bereits drei Leistungsträger ihren Kontrakt vorzeitig verlängert. Die Botschaft: Wer hier Kultur schreibt, darf bleiben. „Toché und die Verantwortlichen signalisierten mir, dass sie mich brauchen“, so Gámez, „und ich brauche sie.“

Die Rotation von Trainer Alberto González ist kein Schönreden. Beide Rechtsaußen sind gefragt – einer für Druck, einer für Klasse. Gámez lacht, als er gefragt wird, ob Aguado sein Gegner sei: „Wir sind Partner, nicht Gegner. Wer spielen will, muss leuchten, nicht lamentieren.“

Albacete schwankt auf dem Relegationsplatz, nur zwei Zähler trennen den Club vom sicheren Tabellenmittelfeld. Gámez sieht die Kurve: „Jetzt gewinnen, unten abreißen und oben dranbleiben – das ist kein Wunsch, das ist Plan.“ Der nächste Gegner: FC Cartagena, am Sonntag, 18.30 Uhr, Estadio Carlos Belmonte. Tickets sind restlos vergriffen.

Die Verlängerung ist kein Abschiedsgeschenk, sondern ein Startschuss. Gámez trainiert seit Wochen mit GPS-Gurt und individuellem Sprintplan. Sein Ziel: 30 Ligaspiele in einer Saison, erstmals seit 2019. Wer ihn kennt, wetet nicht dagegen.