Fortuna düsseldorf feuert markus anfang: der absturz geht weiter!
Düsseldorf – Der Fall Markus Anfang bei Fortuna Düsseldorf ist besiegelt. Nach einer verketteten Misere von vier Niederlagen in Folge und dem düsteren Ausblick auf die Drittklassigkeit hat der Verein am Sonntag die Reißleine gezogen und den Trainer entlassen. Ein halbes Jahr und wenig Erfolg markieren die Amtszeit des 51-Jährigen, der nun seinen Abschied nimmt.

Die analyse am samstag offenbar zwecklos
Noch am Samstagmorgen saß Markus Anfang mit Sport-Vorstand Sven Mislintat bei der Spielanalyse nach der 1:2-Niederlage gegen Holstein Kiel auf dem Rasen. Es wirkte wie ein letzter Akt in einem traurigen Stück. Die beiden berieten sich offenbar über die desolate Lage, doch die Tendenz war bereits klar. Wenig später traf die gesamte Mannschaft ein, doch die Einheit war offenbar die letzte unter der Leitung von Anfang.
Die Verpflichtung Anfangs, die noch unter dem damaligen Sport-Vorstand Klaus Allofs erfolgte, war von Anfang an ein Fehlstart. Der erste Erfolg ließ lange auf sich warten, erst nach sechs Spieltagen gelang der erste Sieg gegen Magdeburg. Ein kurzes Aufbäumen nach dem Jahreswechsel verpuffte, und nun folgt der Absturz in Richtung Abstiegszone. Die Lage ist ernst, und der Druck auf den Verein ist immens.
Die Bilanz liest sich düster: Vier Niederlagen in Folge katapultierten Fortuna Düsseldorf auf den 17. Platz. Die jüngste Pleite gegen Kiel war dabei das Ergebnis einer erschlafften Vorstellung, die wenig Hoffnung auf eine Wende lässt. Die anstehenden Duelle gegen Magdeburg und Dresden werden nun ohne Anfang ausgetragen – ein klares Signal der Verzweiflung.
Die Entlassung von Anfang ist die siebte in der laufenden Zweitligasaison, ein trauriger Spiegel der Instabilität vieler Vereine. Neben Anfang mussten bereits Dieter Hecking, Markus Fiedler, Thomas Kleine, Marcel Rapp, Alexander Ende und Daniel Thioune (ebenfalls bei Düsseldorf) ihren Posten räumen. Der Karlsruher SC wird sich ebenfalls am Saisonende von Christian Eichner trennen. Die Fortuna muss nun schnell einen Nachfolger finden, um den Abstiegskampf noch zu retten – ein Unterfangen, das angesichts der Tabellensituation alles andere als einfach wird.
Die Gehaltskosten für Thioune und den ehemaligen Sportdirektor Christian Weber entfallen nun, was dem Verein finanziellen Spielraum für eine neue Trainerentscheidung verschafft. Doch die Frage bleibt: Kann ein neuer Trainer die Wende herbeiführen und Fortuna Düsseldorf vor dem erneuten Abstieg bewahren? Die kommenden Tage werden entscheidend sein.
