Formel 1: neue strecken, alte favoriten – die rennkalender-pläne bis 2030

Die formel 1 im umbruch: ein blick auf die rennkalender-zukunft

Die Formel 1 steuert auf eine neue Ära zu, nicht nur was die technischen Reglements betrifft, sondern auch hinsichtlich der Austragungsorte. Mit wachsender globaler Beliebtheit drängen immer mehr Länder und Rennstrecken in die Königsklasse des Motorsports. Wir werfen einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen und zeigen, welche Strecken in den kommenden Jahren im Kalender stehen – und welche möglicherweise weichen müssen.

Maximale anzahl an rennen: 25 ist die grenze

Maximale anzahl an rennen: 25 ist die grenze

Der sogenannte Concorde Agreement, der die Rahmenbedingungen zwischen der FIA, den Formel-1-Teams und dem Eigentümer Liberty Media festlegt, sieht eine Obergrenze von 25 Rennen pro Jahr vor. Obwohl die Zahl der Rennen in den letzten Jahren stetig gestiegen ist (23 Rennen in 2021 und 2022, 24 seit 2023, mit den USA als führendem Land mit drei Veranstaltungen), gab es Kritik an der Belastung der Fahrer und Teams. Trotz des Interesses weiterer potenzieller Gastgeber wird der Kalender voraussichtlich bei 24 Rennen capped bleiben.

Afrika, malaysia und thailand: neue kandidaten im rennen

Afrika, malaysia und thailand: neue kandidaten im rennen

Neben etablierten Rennstrecken gibt es eine Reihe von neuen Kandidaten, die um einen Platz im Formel-1-Kalender werben. Dazu gehören Südafrika (Kyalami), Ruanda und Thailand (Bangkok). Auch eine Rückkehr nach Malaysia (Sepang) ist nicht ausgeschlossen. Die Verhandlungen sind in vollem Gange, und einige Projekte haben bereits ihr Interesse bekundet. Im Dezember 2023 wurde beispielsweise eine Zwei-Jahres-Vereinbarung für die Rückkehr von Portimão in Portugal in den Kalender für 2027 und 2028 getroffen.

Südafrika und kyalami: ein langer weg zurück

Südafrika hat in der Vergangenheit bereits 23 Formel-1-Rennen ausgetragen, zuletzt 1993 in Kyalami. Die Pläne zur Modernisierung der Strecke in Kyalami wurden von der FIA genehmigt, was die Strecke zu einem vielversprechenden Kandidaten macht. Allerdings betont Stefano Domenicali, CEO der Formel 1, dass ein Vertragsabschluss noch in weiter Ferne liegt und die notwendigen Investitionen und eine strategische Planung erforderlich sind.

Ruanda: politische hindernisse und hamiltons unterstützung

Ruanda hat ebenfalls Interesse an einer Rennstrecke bekundet, und es gab bereits “ernsthafte” Gespräche mit Domenicali. Lewis Hamilton hat sich wiederholt für ein Rennen in Afrika ausgesprochen und frühe Vorschläge für Kyalami unterstützt. Allerdings forderte die DR-Kongo-Außenministerin Therese Kayikwamba Wagner im Februar 2025 die Formel 1 auf, die Gespräche mit Ruanda zu beenden, da dies das Image der Formel 1 beschädigen könnte. Die Formel 1 beobachtet die Situation derzeit.

Thailand: street race in bangkok geplant

Thailand strebt ein Street Race ab 2028 an. Während es in Buriram bereits eine FIA-zertifizierte Rennstrecke gibt, ist das Vorhaben ein Straßenkurs in Bangkok. Die thailändische Regierung hat ein 1,23 Milliarden Dollar schweres Angebot für fünf Veranstaltungen zwischen 2028 und 2032 genehmigt. Der geplante Kurs würde sich zwischen dem Krung Thep Aphiwat Central Terminal Station und dem Chatuchak Park erstrecken.

Malaysia: petronas drängt auf rückkehr, kosten bremsen

Sepang, Malaysia, war von 1999 bis 2017 fester Bestandteil des Formel-1-Kalenders. Petronas, der malaysische Ölkonzern, soll sich für eine Rückkehr ab 2026 einsetzen, doch die malaysische Regierung hält die Austragung eines Formel-1-Rennens für zu teuer. Die Kosten für die Ausrichtung werden auf rund 70 Millionen Dollar geschätzt. Eine Rückkehr ist nicht ausgeschlossen, wenn ein geeigneter Unternehmenspartner gefunden wird, der die Kosten mitfinanzieren kann.

Bestätigte rennstrecken und rotationsprinzip

Neu im Kalender für 2026 ist Madrid mit dem Madring Circuit, der bis 2035 Austragungsort des spanischen Grand Prix sein wird. Barcelona wird unter dem Namen Barcelona Grand Prix ebenfalls Rennen austragen und im Rahmen eines Rotationsprinzips bis 2032 im Kalender stehen. Belgien wird 2028 und 2030 keine Rennen austragen, dafür übernimmt Barcelona diese Termine. Portugal (Portimão) kehrt von 2027 bis 2028 zurück.

RennstreckeJahr des Vertragsendes
Albert Park Circuit (Australien)2037
Bahrain International Circuit2030
Suzuka Circuit (Japan)2029
Circuit of the Americas (USA)2034
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