Formel 1: domenicali wehrt kritik an neuen regeln – "die fans lieben es!"

München – Der Getöse in der Formel 1 ist allgegenwärtig, doch CEO Stefano Domenicali scheint unbeeindruckt. Während einige Fahrer, allen voran Max Verstappen und Lando Norris, ihre Bedenken lautstark äußern, hält Domenicali an seiner optimistischen Einschätzung fest. Und die spricht eine deutliche Sprache: Die Fans feiern die aufregenden Rennen, und das ist für ihn das entscheidende Argument.

Volle tribünen, volle stadien – der beweis erbringt sich

In einem Interview mit dem Podcast „The Race“ entgegnete Domenicali den Kritikern mit einem klaren „Die Formel 1 ist in Topform!“. Er betonte, dass die Fülle an Zuschauern bei jedem Grand Prix die eigentliche Messlatte für den Erfolg des Rennsports darstellt. "Es ist sehr einfach. Man muss nur hinschauen. Die Stadien sind ausverkauft. Das ist das Erste, was einem ins Auge fällt. Es ist unglaublich!"

Dabei schob er die Debatte über technische Feinheiten beiseite. Für Domenicali zählt vor allem die Begeisterung des Publikums, nicht die Diskussionen unter Experten. Diese, so seine Ansicht, sind meist auf einen kleinen Kreis von Insidern beschränkt, während die breite Masse die Rennen genießt.

Verstappen-Effekt und der Aufstieg von Antonelli

Domenicali nutzte die Gelegenheit, um die immense Strahlkraft der Formel 1 zu illustrieren. Er führte das Beispiel Max Verstappens an, dessen Popularität auch außerhalb der Rennwochenenden eine enorme Aufmerksamkeit auf den gesamten Motorsport lenkt. “Ich war fasziniert von Kommentaren, die sagten: 'Oh, jetzt gibt es viel Aufmerksamkeit auf das GT-Rennen.' Ja, Max Verstappen ist ein Formel 1-Fahrer. Er hat viel Aufmerksamkeit erregt.”

Ein weiteres Beispiel lieferte der Aufstieg des jungen Talents Kimi Antonelli. Sein beeindruckender Auftritt bei den 24 Stunden von Le Mans als Starter des WEC-Rennens sorgte für großes Medieninteresse. "Kimi Antonelli. Für wen fährt er? Für die Formel 1. Er war in Imola (als Starter des WEC-Auftaktrennens). Und alle sprachen über Kimi Antonelli, mit allem Respekt.”

Diese Beispiele beweisen für Domenicali, dass die Formel 1 weiterhin ein Leuchtturm ist, der viele Fans und Menschen inspiriert.

Kommunikation lief suboptimal, aber die richtung stimmt

Kommunikation lief suboptimal, aber die richtung stimmt

Domenicali räumte ein, dass die Kommunikation bezüglich der neuen Regeln hätte besser gehandhabt werden können. "Diese Dinge hätten anders gemanagt werden müssen. Das steht fest." Er betonte jedoch, dass die Veränderungen notwendig waren, um die Relevanz der Formel 1 im Motorsport zu erhalten und weiterzuentwickeln. Zukünftige Anpassungen sind für ihn kein Problem, da er betont, dass es in der Natur eines Unternehmens liegt, sich anzupassen und zu reagieren, wenn nötig.

Die kommenden zwei Jahre werden entscheidend sein, um die Feinheiten zu perfektionieren. Dabei steht die kollektive Anstrengung von Teams und der FIA im Vordergrund. Die Zukunft der Formel 1 sieht also rosig aus, zumindest aus der Sicht von CEO Domenicali. Die Fans scheinen es zu bestätigen – mit ausverkauften Tribünen und wachsender Begeisterung.