Formel 1 2026: kurze vorbereitung, große erwartungen – was die tests in bahrain zeigen

Knappe vorbereitungszeit auf die saison 2026

Die Vorbereitungsphase zur Formel 1 Saison 2026 wird die kürzeste in der Geschichte sein. Mit nur neun Tagen an Teststrecken ist die kommende Vorbereitung extrem anspruchsvoll. Es bleiben nur noch drei Tage, und der zweite Test in Bahrain hat nun eine klare Mission: die Kräfteverhältnisse vor dem Großen Preis von Australien zu ordnen. Die kommende Saison wird voraussichtlich von stetiger Weiterentwicklung geprägt sein, aber niemand möchte mit einem Fehlstart in eine erneute, hochspannende Meisterschaft beginnen – mit zwei Rennen in Spanien, in Montmeló und auf dem MadRing.

Erste erkenntnisse aus barcelona und bahrain

Erste erkenntnisse aus barcelona und bahrain

Die ersten sechs Testtage haben bereits einige interessante Erkenntnisse geliefert. Lewis Hamilton zeigte in Barcelona die stärkste Leistung, während Ferrari ein hohes Entwicklungspotenzial besitzt. Das Team konzentrierte sich auf Zuverlässigkeit und wird in Bahrain mit neuen Komponenten an den Start gehen. Doch Mercedes macht Angst. Andrea Kimi Antonelli und George Russell fuhren beeindruckende Rundenzeiten im Golfstaat, und es wird gemunkelt, dass sie noch mehr Reserven haben, insbesondere im Hinblick auf die Motorenentwicklung.

Red bull und die herausforderung des nachhaltigen kraftstoffs

Red bull und die herausforderung des nachhaltigen kraftstoffs

Allerdings gibt es auch Herausforderungen. Die italienische Ausgabe von Motorsport.com enthüllte, dass Mercedes mit dem nachhaltigen Kraftstoff von Petronas zu kämpfen hat. Trotzdem zeigt sich Red Bull in starker Verfassung, mit einem soliden Auto in allen Bereichen und einem Motor, der bisher wenig Probleme bereitet hat. Max Verstappen, der zwar kein großer Fan der neuen F1-Autos ist, zeigte sich positiv bezüglich des Fortschritts: „Ich weiß, welche Arbeit hinter den Kulissen geleistet wurde, insbesondere bei der Motorenentwicklung. Es ist nicht angenehm zu sagen, dass man die neuen Autos nicht mag, aber ich möchte als Fahrer realistisch sein.“

Mclaren und aston martin: unterschiedliche entwicklungen

Mclaren und aston martin: unterschiedliche entwicklungen

Auch McLaren schloss den Test in Bahrain mit einem guten Gefühl ab, insbesondere in Bezug auf das Rennergebnis. Bei Aston Martin ist die Situation deutlich schwieriger. Die neuen Lösungen sind radikal, und der Einfluss von Adrian Newey ist spürbar, aber der AMR26 liegt noch weit hinter der Spitze. Der erste Test in Bahrain ließ kaum Raum für Optimismus. Lance Stroll äußerte sich frustriert: „Der Motor hat Probleme, das Gleichgewicht stimmt nicht, es fehlt Grip… wir liegen vier Sekunden zurück.“

Alonsos optimismus und die honda-power

Alonsos optimismus und die honda-power

Fernando Alonso blieb gelassener und erinnerte daran, dass McLaren im Jahr 2023 ebenfalls zurücklag, bevor sie Rennen gewannen: „Wenn wir alles richtig einstellen, werden wir Sekunden finden.“ Für den zweiten Test in Bahrain muss Aston Martin mehr Leistung aus dem Honda-Motor herausholen und die Zuverlässigkeit verbessern. Die geplanten Neuerungen könnten sich um mehrere Monate verzögern, aber die Strecke wird zeigen, worauf sich das Team konzentrieren muss. Alonso betonte: „In der Aerodynamik müssen wir die neuen Regeln verstehen, aber wir haben Newey, um ein gutes Auto zu entwickeln. Die Erwartungen waren hoch, aber wir wussten, wie schwierig die Anpassung an die neuen Regeln sein würde.“

Williams‘ realismus und sainz’ beitrag

Williams geht realistischer an die Sache heran. Das Auto kam spät, aber es zeigte sich solide. Es fehlt jedoch noch an Geschwindigkeit, und das Team arbeitet daran. Carlos Sainz ist ein wichtiger Faktor bei der Feinabstimmung und Vorbereitung. Die aerodynamischen Updates werden voraussichtlich nicht bis nach Australien verfügbar sein. Wenn Williams die Probleme in den Griff bekommt, könnte der FW48 in der Spitzengruppe mitspielen, wo Teams wie Haas und Racing Bulls bereits starke Leistungen zeigen.

Die letzten tests in bahrain: was noch zu erwarten ist

Die Teams haben noch drei Tage Zeit, mit acht Stunden pro Tag (8:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 17:00 Uhr) in Bahrain zu testen. Die Referenzzeit liegt bei 1:33.669 Minuten, aufgestellt von Kimi Antonelli am letzten Tag der ersten Testreihe. McLaren und Williams absolvierten während der drei Testtage insgesamt 422 Runden.