Flicks herz schlägt bis 2028: barça zieht option frühzeitig

Hansi Flick wird noch länger auf der Bank des Camp Nou sitzen. Joan Laporta ließ am Dienstag im Radiosender RAC1 die Bombe platzen: Der FC Barcelona verlängert den Vertrag des deutschen Trainers vorzeitig bis 2028. Die Unterschrift gilt als Formsache – einzig die Familienrunde fehlt noch.

Laportas wunschdenken wird realität

„Wir machen es in Kürze offiziell“, sagte der wiedergewählte Präsident und schwärmte von der „Energie und der DNA“, die Flick in den Klub trage. Der 61-Jährige selbst wollte auf der Pressekonferenz vor dem Rückspiel in Newcastle nicht vom Fußball ablenken: „Jetzt zählt nur das Viertelfinale. Danach spreche ich mit meiner Frau.“

Die Botschaft war trotzdem klar. „Dies wird mein letzter Verein sein“, sagte Flick – ein Satz, der in Barça-Kreisen seit Monaten kolportiert wird. Nach der kurzen Copa-Ausblende gegen Atlético (3:0 nach 0:4) und dem souveränen Vier-Punkte-Vorsprung auf Real Madrid ist das Vertrauen in den deutschen Taktiker riesig.

Der neue Konzern läuft bis 2028, obwohl das alte Papier noch bis 2027 gültig war. Laporta will die Personalie vor dem Sommerloch abschließen, um Planungssicherheit für die Transferstrategie zu schaffen. Die sportliche Leitung um Deco und Laporta selbst sieht in Flick den Architekten für ein junges, druckvolles Barça, das wieder Anschluss an Europas Elite gewinnt.

Die zahlen sprechen für flick

Die zahlen sprechen für flick

Sein Impact ist messbar: 2,43 Punkte pro Liga-Spiel, 76 Prozent Ballbesitz im Schnitt, nur 0,58 Gegentore pro Partie. Dazu die psychologische Komponente: Pedri und Gavi schwärmen von „Schule Flick“, Lewandowski erlebt eine Renaissance, und die Rückkehr zur 3-4-3-Diamant-Variante ließ sogar die kritische katalanische Presse schwärmen.

Barça spart sich durch die vorzeitige Verlängerung auch die Ausstiegsklausel von zwölf Millionen Euro, die im Sommer2026 hätte gezogen werden können. Stattdessen setzen die Verantwortlichen auf Kontinuität – ein Luxus, den der Klub nach den Wechseln von Valverde, Setién, Koeman und Xavi endlich wieder genießen will.

Flicks größter Gegner ist der Kalender. In 18 Tagen steht das Clásico im Bernabéu an, danach möglicherweise das Champions-League-Viertelfinale. Doch wer den deutschen Coach kennt, weiß: Er liebt es, wenn die Luft dünn wird. 2028 ist sein Ziel, nicht seine Grenze.