Flick zieht schlussstrich: barça wird seine letzte station

Hansi Flick hat sich festgelegt. Nach dem FC Barcelona wird der 61-Jährige keine weitere Trainerstation mehr anlaufen. „Das ist mein letzter Klub, es ist mein letzter Job“, sagte er dem Radiosender RAC1. Die Aussage kommt, während Barça-Präsident Joan Laporta bereits eine vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2028 ins Gespräch bringt.

Der klub will, flick noch nicht

Laporta schwärmt: „Ich würde mich freuen, wenn er die nächsten fünf Jahre bleiben würde.“ Der Präsident will den Coach offenbar mit einem Plus an Sicherheit ausstatten, damit er langfristig planen kann. Flick hält sich bedeckt. „Ich bin hier sehr glücklich, aber ich muss erst mit meiner Familie reden“, sagt er und versteift sich auf das laufende Champions-League-Rennen.

Die Zahlen geben ihm recht, vorsichtig zu sein. Unter Flick holt Barcelona im Schnitt 2,35 Punkte pro Spiel, gewinnt Double und Supercopa, stellt die beste Defensive der Liga. Doch die Königsklasse, das größte offene Ziel, steht noch an. Nach dem 1:1 in Newcastle liegt das Achtelfinal-Rückspiel am Mittwoch an der Camp-Nou an.

Champions-league-triumph als letztes kapitel

Champions-league-triumph als letztes kapitel

Flick kennt dieses Finale. 2020 führte er den FC Bayern zum Sechserpack, damals mit dem 8:2 gegen Barça im Viertelfinal-Eklat. Nun will er den Pokal mit dem katalanischen Rivalen holen – und dann Schluss machen. Kein Wechsel zu einem Nationalteam, kein Intermezzo in der Premier League. „Ich habe nicht in meinem Kopf, noch einmal woanders hinzugehen“, betont er.

Die Entscheidung ist längst gereift. Sie passt zum Bild des systematischen Trainers, der schon in München interne Strukturen neu justierte und in Barcelona die Jugendakademie wieder in den Mittelpunkt rückte. Seine Amtszeit wird also zur Endstation, nicht zur Durchgangsstation. Für den Verein bedeutet das: Wer jetzt verlängert, sichert sich nicht nur Erfolg, sondern auch das Erbe des deutschen Erfolgstrainers.

Es bleibt die Frage, wie lange das Finale dauert. Ein Vertrag bis 2027, vielleicht 2028, danach kein Comeback. Die Uhr tickt lautlos im Camp Nou. Jeder Punkt, jeder Sieg, jeder Titel zählt doppelt – als Moment der Gegenwart und als Mosaikstein für die letzte Trainerbilanz von Hansi Flick.