Flensburg weist siewert-gerücht zurück: „wir haben nicht mit ihm gesprochen“

Holger Glandorf schlägt mit der Faust auf den Tisch. Kein einziges Mal, sondern zweimal. „Da ist definitiv nichts dran“, sagt der Geschäftsführer der SG Flensburg-Handewitt, und seine Stimme klingt, als hätte er diese Sätze schon ein Dutzend Mal am Telefon wiederholt.

Jaron Siewert sollte kommen, hieß es in den vergangenen Tagen. Der 31-Jährige, der nach seinem Schlaganfall bei den Füchsen Berlin aussortiert wurde, soll in Flensburg wieder auf die Bundesliga-Bank. Ein Klub, der für Stabilität steht, wollte plötzlich den Comeback-Coach. Das Internet kochte. Die Fans tagträumten. Die Realität sieht anders aus.

Ales pajovic bleibt – und das bis 2027

„Wir planen mit Ales Pajovic“, sagt Glandorf. Punkt. Keine Einschub, kein „vorerst“, kein „sollte sich nichts ändern“. Der slowenische Europameister von 2004 hat einen Vertrag bis Sommer 2027, und der gilt. „Spekulationen sind Teil des Geschäfts, aber wir kommentieren sie nicht“, fügt Glandorf hinzu. Dabei wirkt er nicht genervt, sondern leidenschaftlich. So wie ein Manager, der weiß, dass Gerüchte seine Mannschaft nicht stören dürfen.

Die Zahlen sprechen für Pajovic: Seit seinem Amtsantritt 2021 holte Flensburg 72 Prozent der möglichen Punkte, zog zweimal ins Final Four der Champions League ein und gewann den Europapokal der European League. Siewert dagegen war seit seinem Hirninfarkt vor allem eins: ein Symbol für Kampfgeist, aber kein aktiver Coach mehr.

Pytlick-wechsel steht, gröndahl bleibt ein phantom

Pytlick-wechsel steht, gröndahl bleibt ein phantom

Parallel brodelt ein zweiter Transfer. Simon Pytlick, Dänemarks Superstar, wechselt 2027 zu den Füchsen. Fix. Berlin will ihn schon 2025, doch Flensburg blockt. „Dazu gibt es nichts Neues“, sagt Glandorf knapp. Dafür neue Geschichten: Tobias Gröndahl soll im Tausch nach Schleswig-Holstein, hieß es. Auch das dementiert Glandorf. „Morgen ist es dann Nils Lichtlein oder am Ende doch noch mal Mathias Gidsel“, sagt er und lacht trocken. „Es gibt viele Gerüchte, aber wir verkünden nur, was wahr ist.“

Am Ende bleibt ein Fakt: Flensburg vertraut auf Kontinuität. Siewert bleibt ein Name ohne Adresse. Pajovic bleibt Coach. Und Pytlick? Der trifft im Mai auf Flensburg – mit dem HC Midtjylland in der Champions League. Dort, nicht auf der Bank, wird sich zeigen, wer wirklich die Zukunft bestimmt.