Flakus schlägt zurück: real murcia entkommt dem abstiegstrudel
David Flakus traf nach sieben spiellosen Wochen und schoss den Real Murcia mit einem 1:0-Sieg bei Sevilla Atlético aus dem Keller der Primera RFEF. Die Mannschaft von Curro Torres springt damit auf fünf Punkte Abstand zur Abstiegszone und atmet auf.
Ein treffer, der wie befreiung schmeckt
55 Minuten lang quälten sich die Pimentoneros durch das Estadio Jesús Navas, dann legte Joel Jorquera von links die Hereingabe auf, und Flakus vollstreckte per Kopf. Die Furie brach aus: Spieler stürmten zum Fanblock, Torres ballte die Faust – das 0:1 war zugleich die Entscheidung. Zuvor hatte Murcia Pech: In Minute 19 ging Flakus nach einem Foul von Aston da Silva zu Boden, Schiedsrichter García Arriola ließ trotz FSV-Review weiterspielen. Die Gäste protestierten, die Kurzentscheidung blieb.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Sieben Punkte aus den letzten neun Spielen – so viel holte Murcia zuvor in 21 Partien nicht. Die Elf aus der Region de Murcia klettert auf 42 Zähler und liegt nur sechs Punkte hinter den Aufstiegsrängen. Die Rechnung ist simpel: Ein weiterer Dreier am Sonntag gegen Atlético Madrileño, und der Traum vom Play-off lebt wieder.

Torres setzt auf schritt-für-schritt-mentalität
„Wir haben 90 Minuten auf hohem Niveau gespielt“, sagt der Coach nach Abpfiff. Er schwärmt nicht, er plant. „Jetzt zählt nur das nächste Spiel.“ Seine Spieler feiern trotzdem. Gazzaniga klatscht mit den Fans ab, Jorquera posiert mit dem Trikot der Anhänger. Die Atmosphäre im Bus zurück nach Murcia: Erleichterung pur.
Sevilla Atlético bleibt Tabellenletzter. Die Andalusier verloren bereits das dritte Heimspiel in Folge, kassierten die Rote Karte gegen Da Silva und finden keine Antwort auf Murcias kompakte Defensive. Die Bilanz der Rojiblancos: 18 Gegentore in den letzten fünf Partien – eine Statistik, die den Abstieg besiegelt, wenn nicht schnell ein Wunder passiert.
Murcia reist mit Rückenwind. Die Analyse der letzten Wochen zeigt: Mit Torres an der Seitenlinie kassierte man nur ein Gegentor, holte sieben Punkte. Die Defensive um Jon García und Jorge Sánchez stand nie so stabil. Der Gegner am Sonntag, Atlético Madrileño, gewann zwar in der Nachspielzeit gegen Sanluqueño, doch die Kräfte schwinden. Die Madrilenen müssen nach dem engen 1:0 ohne Rotation auskommen, während Murcia die Bank nutzte und Flakus erst in der 81. Minute schonte.
Die Botschaft ist klar: Murcia will mehr als nur den Klassenerhalt. Die Tabellenlage erlautert es – und die Moral der Truppe auch. Wer jetzt noch vom Abstieg redet, hat das letzte Monat verschlafen. Die Pimentoneros sind auf dem Weg nach oben, und niemand will ihnen mehr in den Weg kommen.
