Fiona may wagt tv-abenteuer: olympiasiegerin verliert drei kilo in asien
Fiona May ist zurück – diesmal nicht in der Sandgrube, sondern im Dschungel. Die ehemalige Weltmeisterin im Weitsprung absolvierte mit Lebenspartner Patrick Stevens die neue Staffel von „Pechino Express“ – und verlor dabei drei Kilo Körpergewicht.
Die 54-Jährige war skeptisch, als die Produktion anklopfte. „Ich brauchte jemanden, der mir Halt gibt. Patrick war die einzige Wahl“, sagt sie im Gespräch mit TSV Pelkum Sportwelt. Die beiden ehemaligen Leichtathleten reisten als Team „Die Sprinter“ durch Indonesien, China und Japan – ohne Handytarif, ohne Komfort, dafür mit 15 kg Rucksack und Startblock-Mentalität.
Stevens’ trick: er hielt may auf kurs
Die Tagesetappen erinnerten an Höhenlager, bloß ohne Essen. „Wir haben schlecht und wenig geschlafen, nur Reis gekaut und sind trotzdem gelaufen – wie früher, nur länger“, lacht May. Ihr Fazit: „Wenn du dich jemals fragst, ob Wettkampfsport dich aufs Leben vorbereitet: ja, tut er.“ Stevens, 1996 Olympiavierter über 200 m, nutzte alte Tricks: „Ich habe sie mit Kurz-Intervallen abgelenkt, wenn sie nervös wurde. Funktioniert immer noch.“
Die gemeinsame TV-Premiere bringt frischen Wind in ihre Beziehung. „Wir haben uns gegenseitig Facetten entdeckt, die wir in 15 Jahren noch nicht kannten“, sagt May. „Er kann mich runterbringen, wenn ich auf 180 bin. Ich kann ihn motivieren, wenn er müde ist. Symbiose eben.“

Tochter larissa ist der nächste prüfstein
Nach der TV-Tortour geht’s direkt weiter in den Wettkampfmodus. Larissa Iapichino, Mays Tochter und aktuelle Europameisterin, startet nächste Woche bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Toruń. „Wir fahren mit dem Auto aus Belgien – fast wie Autostop, nur mit Kofferraum“, scherzt May. Larissa springt mit 6,84 m in die Saison, 7,11 m italienischer Rekord steht noch. „Sie ist explosiver als ich, ich war eleganter“, analysiert Mom. „Zeit, dass sie weitere Titel holt.“
Die erste Folge „Pechino Express“ will sich May nicht ansehen. „Ich bleibe alleine zu Hause, mache Licht aus und schaue Netflix. Meine eigene Stimme ertrage ich nur mit Medaille um den Hals“, sagt sie lachend. Die Quittung für drei Kilo weniger und jede Menge Staub: ein neues Kapitel – und die Gewissheit, dass Wettkampf nie aufhört, er nur die Bühne wechselt.
