Getafe träumt von europa: „manchmal ist es gut, dabei zu sein“

Ein klares Bekenntnis, ein wenig Selbstironie und ein Blick nach vorne: Getafe-Präsident Ángel Torres hat im Vorfeld des entscheidenden Spiels gegen Oviedo die Karten offen ausgelegt. Während die Gäste in Getafe gegen den Abstieg kämpfen, sieht Torres sein Team in der Lage, im Tartiere-Stadion mehr zu riskieren – nämlich den Sprung in die europäischen Wettbewerbe.

Die europa-hoffnungen: ein spiel des vertrauens

„Wir sind auf uns selbst angewiesen, wir würden uns irren, wenn wir uns auf andere verlassen“, betonte Torres. Die Strategie ist klar: „Wir gehen Spiel für Spiel heran.“ Doch die Sehnsucht nach Europa schwingt mit, wie die Aussage „Manchmal ist es gut, dabei zu sein“ verdeutlicht. Torres erinnert sich an vergangene Erfahrungen: „Ich habe es bereits dreimal erlebt – ein weiteres Mal wäre schön. Für einen Verein wie Getafe ist es von Zeit zu Zeit gut, in Europa dabei zu sein oder ein Pokalfinale zu erreichen.“

Bordalás: mehr als nur ein trainer

Bordalás: mehr als nur ein trainer

Die Beziehung zwischen Torres und Trainer Bordalás scheint besonders eng zu sein. „Ich habe ihn beim Alcorcón gesehen, dann beim Alavés. Er hat mich angerufen, wir haben gesprochen, es hat mir gut gefallen, und dann habe ich ihn angerufen und er kam“, so Torres. Bordalás sei nicht nur ein erfolgreicher Coach, sondern auch ein enger Vertrauter. „Er ist der Trainer, mit dem ich am meisten zu tun habe. Ihm muss man vieles anerkennen.“

Die zukunft von bordalás: abhängig von einer einigung

Die zukunft von bordalás: abhängig von einer einigung

Die Frage der Trainer-Fortsetzung lässt Torres bewusst offen: „Es hängt von einer Einigung zwischen uns beiden ab, davon, abzuwarten. Sobald wir nichts mehr zu verlieren haben, werden wir uns zusammensetzen und schauen, ob er bleiben möchte.“ Die Unsicherheit um die Zukunft des Trainers ist spürbar, doch die Wertschätzung für seine Arbeit steht außer Frage.

Das duell mit oviedo: ein kampf um die gunst

Das Spiel gegen Oviedo verspricht Spannung. „Es ist schwierig. Abzusteigen, ohne dabei zu gewinnen, ist für niemanden angenehm. Es wird sehr kompliziert“, räumt Torres ein. Die Rückkehr der drei gesperrten Spieler könnte Getafe helfen, das Momentum zu nutzen: „Wir müssen gewinnen. Gegen Rayo haben wir verloren, weil sie mehr riskieren mussten. Heute ist es umgekehrt.“ Doch Torres fügt hinzu: „Leider, und es tut mir leid für Oviedo, spielen wir um die Möglichkeit, in Europa dabei zu sein.“

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Getafe hat in den letzten fünf Spielen nur einen Punkt geholt. Der Druck ist enorm, die Chancen auf Europa schwinden mit jeder verlorenen Partie. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt – und Ángel Torres lässt sie in Getafe lebendig.