Alemannia im siegestrauma: köln demütigt den aufstiegsaspiranten
Aachen präsentierte sich am Samstag im Sportpark Höhenberg in beeindruckender Manier und schickte Viktoria Köln mit einer deutlichen 3:0-Niederlage nach Hause. Die Alemannia feierte damit ihren elften Spieltagserfolg in Folge und scheint unaufhaltsam auf dem Weg zu sein. Ein Spiel, das mehr als nur drei Punkte bedeutete, denn es markierte das letzte Heimspiel für Viktoria-Kapitän Simon Handle, der nach neun Jahren in Köln in den Ruhestand tritt.
Aachen übernimmt die kontrolle – frühe führung
Schon in den ersten Minuten wurde klar, wer das Kommando übernahm. Die Mannschaft von Axel Kaefer hob das Tempo und drängte Viktoria in die Defensive. Nach lediglich acht Minuten war es Faton Ademi, der die Führung für die Gäste besorgte, nachdem Jonas Oehmichen einen langen Ball erobert und präzise in die Mitte gebracht hatte. Die Kölner wirkten geschockt und fanden kaum Mittel, um aufzuholen.

Gindorfs doppelpack – die entscheidung vor der pause
Lars Gindorf, der unumstrittene Top-Torschütze der Alemannia, erhöhte den Druck mit einem Doppelpack. In der 21. Minute profitierte er von einem Fehler im Kölner Spielaufbau und ließ David Richter keine Chance. Nur zwanzig Minuten später war es erneut Gindorf, der nach einer starken Vorlage von Pierre Nadjombe zum 3:0 traf. Ein halbes Dutzend Chancen ließ die Alemannia im ersten Durchgang zu, während Viktoria kaum gefährlich wurde.

Emotionaler abschied und vergebliche versuche
Die zweite Halbzeit verlief zwar ruhiger, doch die Dominanz der Aachener war weiterhin unbestritten. Jakob Sachse und Florian Engelhardt brachten zwar frischen Wind in die Viktoria-Offensive, doch die Defensive blieb anfällig. Mika Hanraths, nach langer Verletzungspause wieder im Einsatz, feierte einen gefühlvollen Applaus der Fans. Besonders bewegend war der Abschied von Simon Handle, der in der 88. Minute unter den Tränen das Feld verließ. Ein verdienter Abschied für einen Spieler, der dem Verein über viele Jahre hinweg treue Dienste geleistet hat.
Die Alemannia verpasste es zwar, den vierten Treffer zu erzielen, doch der Sieg war bereits unter Dach und Fach. „Das war ein verdienter Sieg, aber wir müssen uns auf die kommenden Aufgaben konzentrieren“, sagte Trainer Axel Kaefer nach dem Spiel.
Viktoria Köln muss sich nun auf das Gastspiel beim MSV Duisburg einstellen, während die Alemannia den TSV Havelse empfängt. Es bleibt abzuwarten, ob die Aachener ihre beeindruckende Siegesserie fortsetzen können.
