Riot games verbrennt 71 millionen euro: die lec wird zum milliardengrab
Riot Games hat die europäische Königsklasse von League of Legends zum Milliardengrab umfunktioniert. 71 MillionenEuro Fehlbetrag seit 2017 – das ist keine Investition, das ist ein Verbrennungsmotor ohne Tankstopp. Die LEC schreibt weiter rot, nur die Farbe der Zahlen hat sich geändert.
2023 explodierte das Minus auf 28,5 Millionen Euro, 2024 „sank“ es auf 18,1 Millionen. Man könnte von Trendsprechen, wenn da nicht die Ernüchterung stünde: Auch 18 Millionen sind ein Loch, groß genug, um Fnatic, G2 und Co. komplett zu versenken. Die Einnahmen zogen zwar von 7 auf 18,4 Millionen – ein Plus von 162 Prozent –, aber das reicht nur, um die Kante des Abgrunds ein wenig zu glätten.
Die teams kassieren, die teams leiden
Riot kürzt gnadenlos. 2023 flatterten noch 26 Millionen Euro an die Organisationen, 2024 nur noch zwölf. Die Hälfte weg – weg vom Tisch, dafür direkt an Leistung gekoppelt. Wer nicht streicht, wer nicht TikTok-Tanz auf Kommando liefert, bekommt nichts. Fnatic und G2 müssen jetzt nicht nur Siege, sondern auch Klicks produzieren, sonst droht leere Kasse.
Der FC Schalke 04 hat es vorgemacht: Slot verkauft, 26,5 Millionen eingestrichen, Abgang mit Ansage. 2024 war Schluss mit LoL für die Knappen. Ein Traditionsklub, der es nicht mehr mitgekriegt hat – das bestraft die Bilanz gnadenlos.

Maximilian peter schmidt sagt, esport sei kein werbegag – die zahlen lachen
„Wir sehen eSport nicht primär als Werbe-Instrument“, erklärt Schmidt, EMEA-Esports-Director. Der Mann muss das sagen, sonst wäre er seinen Job los. Tatsache: 100 bis 140 Millionen Spieler zocken weltweit LoL, 30 Millionen monatlich aktiv – und trotzdem fließt kein Schwarz in die LEC-Bilanz. Die Liga dient als riesige Anzeigentafel für das Spiel selbst. Reichweite statt Rendite, Markenstärke statt Marge.
Es bleiben vier von einst zehn Gründungsclubs: G2, Fnatic, Vitality, SK Gaming. Die anderen wurden versilbert, verramscht oder versteigert. Ein Shuffle, das nichts mit Sport, alles mit Cashflow zu tun hat.
71 Millionen tiefer, trotzdem kein Ausstieg in Sicht. Riot zockt auf Zeit, die Teams zocken ums Überleben. Die LEC ist ein Spiel auf Risiko – und das Haus gewinnt immer.
