Finals series: spanien kämpft in valladolid, zukunft offen!
Ein bitteres Wochenende für die deutschen Rugby-Nationalmannschaften in Valladolid: Sowohl Damen als auch Herren mussten sich in den Finalspielen der World Rugby Sevens Series geschlagen geben. Doch trotz der Niederlagen hinterlassen beide Teams einen vielversprechenden Eindruck und beweisen, dass sie zur absoluten Elite gehören.
Die damen kämpfen um den aufstieg
Die deutsche Auswahl der Damen, die „Leonas“, mussten sich im ersten Spiel gegen Fiji mit 5:14 geschlagen geben. Ein starker defensiver Auftritt konnte zwar gehalten werden, doch im Angriff fehlten letztendlich die nötigen Mittel, um die robusten Fijianerinnen auszuspielen. Ein starker Versuch von Maria García sorgte für eine knappe Führung zur Pause, die jedoch in den letzten Minuten durch zwei weitere Fijianische Versuche zunichte gemacht wurde. Die Leistung der Mannschaft von Maria Ribera war dennoch bemerkenswert und zeigte ihren unbedingten Willen.
Aktuell stehen die Leonas mit 12 Punkten auf dem achten Platz der Gesamtwertung. Dies bedeutet, dass sie nur fünf Punkte vor Brasilien liegen und somit die Chance haben, sich in Burdeos noch den Aufstieg in die höchste Spielklasse zu sichern. Ein Erfolg, der angesichts ihrer Leistungen in dieser Saison, in der sie zuvor in der zweiten Kategorie spielten, umso höher zu bewerten ist.

Die herren zeigen weltklasse
Auch die Herren, die „Leones“, mussten sich im Finale geschlagen geben, unterlagen aber mit 12:22 den All Blacks aus Neuseeland. Ein herausragendes Detail: Die Mannschaft von Paco Hernández führte bis zur Halbzeit mit 12:5. Ein Doppelschlag von Pol Pla, der den Ball zweimal gekonnt abgefangen hatte, ermöglichte diesen Vorsprung. Doch im weiteren Verlauf konnten die Deutschen nicht mehr mit dem Tempo der Neuseeländer mithalten, die zudem alles daransetzten, den Ball festzuhalten, sobald sie in Führung lagen.
Einige fragwürdige Entscheidungen der Schiedsrichter, wie die gelben Karten für Telmo Fisher und Kapitän Juan Ramos, erschwerten die Aufgabe zusätzlich. Die Leones stehen nun punktgleich mit Neuseeland und Fiji auf dem vierten Platz der Gesamtwertung – eine Position, die sie sich redlich verdient haben. Die Leistungen in Valladolid zeigen, dass das deutsche Herren-Rugby auf einem hervorragenden Weg ist und in zwei Jahren bei den Olympischen Spielen eine ernstzunehmende Rolle spielen könnte. Die Tatsache, dass sie Neuseeland im letzten Turnier noch geschlagen haben und Fiji in den Viertelfinals mit 40 Punkten überrollt hat, spricht Bände.
Die kommende Woche in Burdeos wird entscheidend sein: Können die deutschen Teams ihre starke Leistung bestätigen und ihre Ziele erreichen?
