Fidal-skandal: londi geht – sorace übernimmt!
Schock in der italienischen
Leichtathletik: Alessandro Londi, der seit 2021 als Generalsekretär der Federazione Italiana di Atletica Leggera (Fidal) tätig ist, muss seinen Posten räumen. Ein Mikrofon, das in seinem Büro gefunden wurde, hat eine Untersuchung ausgelöst und nun die Konsequenzen nach sich gezogen. Die Situation ist brisant, insbesondere vor dem Hintergrund der ambitionierten Bewerbung Roms für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2029 oder 2031.
Neuer mann an der spitze: pierluigi sorace übernimmt
Nachdem der Vorfall öffentlich wurde, steht Londi im Fokus der Kritik. Ihm wird vorgeworfen, eine unzureichende Kontrolle über die Ausgaben im Rahmen des Projekts „Pista 2.0 – Piano di Sviluppo Talento“ ausgeübt zu haben, einem Förderprogramm der Sport und Salute für die Basis- und Jugendförderung. Präsident Stefano Mei steht vor einer schwierigen Aufgabe. In einer außerordentlichen Sitzung des Rates wird heute grünes Licht für die Ernennung von Pierluigi Sorace erwartet, der bisher die organisatorische Sportabteilung leitete und für technische und logistische Aspekte zuständig war. Sorace soll Londi ersetzen und die Fidal in dieser kritischen Phase stabilisieren.
Die Entscheidung, Londi zu entlassen, wird voraussichtlich einvernehmlich getroffen, um kostspielige Auseinandersetzungen über die Abfindung zu vermeiden. Der Vorfall hat die Fidal schwer belastet. Das Vertrauen in die Führungsetage ist erschüttert, und die Bewerbung für die Weltmeisterschaften könnte gefährdet sein. Die Regierung muss nun schnellstmöglich die finanziellen Zusagen für die Bewerbung Roms geben, um den Glauben an die Leichtathletik in Italien aufrechtzuerhalten. Die Suche nach einem neuen Generalsekretär wird mit Hochdruck vorangetrieben.
Ein Detail, das bisher kaum Beachtung gefunden hat: Die Entdeckung des Mikrofon erfolgte erst knapp eine Woche nach dem Amtsantritt des betreffenden Mitarbeiters. Das wirft Fragen nach der Sorgfaltspflicht und der internen Überwachung bei der Fidal auf. Die Bonifizierung des Gebäudes, wie von Präsident Mei angekündigt, ist ein erster Schritt, um das Vertrauen wiederherzustellen. Doch die eigentliche Herausforderung liegt darin, die politischen und finanziellen Schäden, die dieser Skandal angerichtet hat, zu begrenzen.
Die Leichtathletik-Szene in Italien ist geschockt. Die Frage, wie die Fidal diesen Rückschlag überwinden und die Glaubwürdigkeit wiederherstellen kann, wird die kommenden Wochen und Monate prägen. Die Bewerbung für die Weltmeisterschaften 2029/31 steht auf dem Spiel.
