Ferrol und barakaldo liefern sich geheimnis-fight ohne sieger

Null Tore, hundert Prozent Leidenschaft: Racing de Ferrol und Barakaldo CF haben in A Malata ein 0:0 hingelegt, das sich liest wie ein Thriller ohne letzte Seite. Die Galicier drückten, die Basken widersetzten sich – am Ende jubelte nur die Tabelle: Barakalo bleibt Dritter, Ferrol steht mit einem Bein im Niemandsland.

Ein spiel, das keinen treffer wollte

Die Zahlen lügen nicht: 90 Minuten, 0 Tore, 4 Gelbe Karten, 22 gestresste Seelen. Ferrol-Coach José María Rojo schwor sein Team auf den vierten Heimsieg ein, doch die Maschine ging nicht in den Turbo. Fabio und Tejera tanzten im Zentrum, aber vorne wartete niemand auf die Flanke. Álvaro Giménez drehte sich 34 Mal um die eigene Achse – und 34 Mal stand ein blau-weißes Bollwerk davor.

Barakaldo dagegen spielte das Spiel der kleinen Schritte. Imanol de la Sota ließ seine Viererkette wie ein Schiebegitter zusammenrutschen, zog die Räume eng und schickte Mandiang als ersten Verteidiger. Konter? Nur mit Handbremse. Die einzige echte Chance fiel in der 71. Minute, als Castillo aus 22 Metern abzog und Parera mit den Fingerspitzen zur Ecke klatschte.

Punto de oro für die gäste, punto de hierro für die hausherren

Punto de oro für die gäste, punto de hierro für die hausherren

Für Barakaldo zählt die Rechnung: 44 Punkte, weiterhin Platz 3, nun schon acht Spiele ungeschlagen. Die Auswärtsbilanz ist die beste der Gruppe 1 – nur zwei Niederlagen in 13 Partien. Der Punkt schmeckt wie ein Sieg, weil er die Abstände hält und die Moral schont.

Für Ferrol schmeckt er wie Sand. Die Heimbilanz ist mittlerweile die schwächste der oberen Tabellenhälfte: nur zwei Siege in den letzten neun Partien. Das Publikum auf der Tribuna Norte pfiff nicht, es seufzte. Die Stimmen im Mix-Zone-Korridor klangen wie nach einer Niederlage. „Wir haben alles versucht, aber sie haben uns die Lufthoheit genommen“, sagte Escobar und schob sich die Kapuze über den Kopf.

Die tabelle lügt nie – und die uhr tickt

Die tabelle lügt nie – und die uhr tickt

Die Liga geht in die letzte Viertelstunde. Noch sieben Spieltage, und die Lücken werden kleiner. Barakaldo reist nach Leioa, Ferrol muss nach Zamora. Wer jetzt stolpert, rutscht in die Play-out-Zone. Wer jetzt zulegt, träumt vom Aufstieg. Der Punkt von A Malata kann am Ende der Saison wie ein Kratzer im Lack wirken – oder wie ein Rettungsanker. Die Antwort kommt im Mai, nicht vorher.