Ferreiras sperre trifft luzern zum denkbar schlechtesten zeitpunkt
Zwei Gelbe Karten, ein Platzverweis, und plötzlich fehlt dem FC Luzern sein gefährlichster Stürmer. Lucas Ferreira, 19 Jahre alt und mit sieben Saisontoren der heißeste Name im Innerschweizer Angriffsspiel, wird beim Auswärtsspiel in Lugano am Samstagabend um 20.30 Uhr nicht dabei sein. Die Liga hat gesprochen: eine Partie Sperre, kein Einspruch, keine Ausnahme.
Was am mittwoch gegen die young boys passierte
Es war die 41. Minute, als Schiedsrichter die zweite Gelbe Karte gegen Ferreira zückte. Luzern spielte damit den Großteil der Partie in Unterzahl gegen die Berner Young Boys – ein Umstand, der die taktischen Pläne von Trainer Mario Frick gründlich durcheinanderwarf. Der Portugiese war vom Platz, das Team musste sich neu sortieren. Kein leichtes Unterfangen, wenn der Mann mit dem schärfsten Abschluss im Kader fehlt.

Sieben tore, ein assist – die zahlen eines ausnahmetalents
Die Statistik macht deutlich, was Luzern in Lugano vermissen wird. Sieben Treffer und ein Assist in der laufenden Super-League-Saison – das ist keine Zufallsausbeute, das ist Konstanz. Zuletzt trug sich Ferreira beim 4:1-Sieg gegen den FC Zürich in die Torschützenliste ein, einem der überzeugendsten Auftritte der Luzerner in dieser Spielzeit. Für einen 19-Jährigen sind diese Zahlen bemerkenswert. Für einen Klub, der in der Tabelle Boden gutmachen will, sind sie schlicht unersetzlich.

Lugano wartet – und luzern muss improvisieren
Das Auswärtsspiel in der Südschweiz wird für Frick zur Geduldsprobe. Lugano ist kein Gegner, gegen den man ungestraft auf seinen besten Torschützen verzichtet. Der Trainer wird Lösungen finden müssen, die er eigentlich nicht einplanen wollte. Ob die Mannschaft diese Lücke kollektiv schließen kann, wird sich am Samstagabend zeigen. Eines steht fest: Ferreiras Abwesenheit wird auf dem Feld zu spüren sein – von der ersten Minute an.
