Ferrari: vom under-20-star zum nba-traum – und der besuch bei mattarella!

Francesco Ferrari, gerade mal 20 Jahre alt, ist der Shootingstar des italienischen Basketballs. Der Flügelspieler von Virtus Bologna träumt von der NBA, spricht von Druck als Vorteil und erinnert sich noch genau an den Tag, als er vor Staatspräsident Mattarella sprechen musste – ein Moment, der ihn bis heute verfolgt.

Der junge, der bologna verzaubert

In Bologna hat sich Ferrari schnell ins Herz der Fans gespielt. Seine Spielweise, seine Energie – und die Bescheidenheit, die er trotz seines jungen Alters ausstrahlt, beeindrucken. „Ich liebe diese Stadt“, sagt er, während er an den Portikus von San Luca entlangschlendert und die Menschen umarmt. Ein Gigant mit lockigen Haaren, 2,04 Meter groß – er scheint die Leichtigkeit des Seins verkörpert zu haben.

Aber hinter der entspannten Fassade verbirgt sich ein unbändiger Ehrgeiz. „Wenn man von der NBA spricht, kann ich es kaum glauben. Es ist so viel. Aber Saliou Niang, der ein Jahr älter ist als ich, hat es geschafft. Das hat mich gepusht, zu sagen: ‘Okay, ich will es auch schaffen’“, erklärt Ferrari. Er sieht in Niang ein Vorbild, ein Zeichen dafür, dass Träume wahr werden können.

Seine Leidenschaft für den Basketball ist unverkennbar. Ein Tattoo auf dem Handgelenk – ein Basketball in Form eines Planeten – zeugt von seiner Hingabe. Ein bisschen Bling-Bling um den Hals, ein lockeres Lächeln. Er lebt im Kollegewohnheim der Bianconeri, kocht, putzt, geht einkaufen. „Heute gibt es Süßkartoffeln und Hähnchen“, grinst er. Und dann gibt es da noch die Besuche im Lokal „Pepperoni“, wo er mit seinem besten Freund Andrea tagliatelle al ragù verschlingt. Ein Moment purer Freude, weit weg vom Rampenlicht.

Der anführer mit bodenhaftung

Der anführer mit bodenhaftung

Ferrari ist nicht nur ein talentierter Spieler, sondern auch ein Anführer. „Ich denke, das bin ich schon“, sagt er selbst. Mit Andrea neckt er sich ständig: „Wir sagen uns: ‘Los, ich bin der Leader’ – und er sagt: ‘Nein, ich bin der Leader’. Aber ein Leader muss demütig sein und sich nicht überheben. Das haben mir meine Eltern beigebracht.“ Seine Eltern, ein Manager und ein Ex-Basketballspieler sowie eine Finanzberaterin, sind seine größten Fans und Vorbilder. Sie haben ihm beigebracht, hart zu arbeiten und niemals aufzugeben.

Die Unterstützung des Präsidenten Zanetti, der trotz seines jungen Alters großen Respekt für Ferrari zeigt, ist ein weiterer Ansporn.

Und dann ist da noch die Erfahrung mit der Nationalmannschaft: Nach zwei Tribünenplatz war klar: „Ich musste etwas mehr geben.“ Diese Erkenntnis hat ihn verändert, treibt ihn jeden Tag an, sein Bestes zu geben.

In nur zwei Monaten hat er sechs Kilo zugenommen. „Ich lese keine Kommentare, aber wenn sie auftauchen, sehe ich sie. Am Anfang hieß es: ‘Er ist noch nicht bereit, zu mager’. Aber ich muss kein 110-Kilo-Spieler sein, sonst verliere ich meine Fähigkeiten. Ich bin ein athletischer Spieler, der über das Feld rennt.“

Mehr als nur basketball

Mehr als nur basketball

Ferrari denkt über die Zukunft nach, über die Welt um ihn herum. „Es wird von Krieg gesprochen, und der Krieg ist real. Man darf nicht darüber Witze machen, wie es einige in den sozialen Medien tun. Es macht einen Angst, denn jederzeit kann etwas passieren, auch im Sport.“

Sein Idol ist Gallinari, und er trägt die Nummer 24 zu Ehren von Kobe Bryant. Belinelli hat ihm nach seinem ersten Derby gegen Mailand eine Nachricht geschickt: „Mach weiter so.“

Der Traum von der NBA ist noch da, aber Ferrari betont: „Ich sehe mich eher als europäischen als als amerikanischen Spieler. Aber die NBA-Idee ist da. Es wäre dumm, sie abzulehnen, auch nur für die Lebenserfahrung und Basketball-Erfahrung.“

Was wäre, wenn er nicht Basketball gespielt hätte? „Als Kind habe ich gesagt, ich will Eisverkäufer werden, weil es unter meinem Haus eine sehr gute Eisdiele gab, und ich habe es sogar in einem Schulaufsatz geschrieben. Also sage ich immer noch, wenn mich jemand fragt, was ich gemacht hätte, wenn ich nicht Basketball gespielt hätte.“

Francesco Ferrari ist ein Vorbild für junge Sportler in Italien. Er beweist, dass harte Arbeit, Demut und eine positive Einstellung zum Erfolg führen können. Und er erinnert uns daran, dass auch in schwierigen Zeiten Träume wahr werden können. Der junge Star aus Bologna ist auf dem besten Weg, die Welt des Basketballs zu erobern.