Fernando gago kämpft ums leben: infarkt nach heimsieg von universidad de chile

Fernando Gago, gerade erst 40 Jahre alt, lag am Donnerstagmorgen im Operationssaal der Clínica Alemana in Santiago, während seine Spieler noch vom 2:0-Sieg gegen O'Higgins schwärmten. Das Leben des Trainers der Universidad de Chile hatte sich binnen weniger Stunden von der Siegespose zum Herzstillstand gedreht.

Die rückkehr ins krankenhaus kam abrupt

Gago hatte noch die Pressekonferenz gegeben, ein Hauch von Blässe im Gesicht, das Publikum fand das normal nach 90 Minuten Spannung. Was niemand ahnte: Ein mittlerer Herzkranzarterien-Abschnitt verengte sich so stark, dass das Blut nicht mehr durchkam. Minuten später saß der ehemalige Mittelfeldspieler im Auto, Atemnot, Druck auf der Brust.

Um 02:15 Uhr Ortszeit begann das Team der Kardiologie. Die Ärzte schoben einen Katheter durch die Leiste, platzierten ein Stent, öffneten die Arterie wieder. „Die Durchblutung normalisierte sich sofort“, heißt es im offiziellen Bericht der Universidad de Chile. Gago war stabil, aber sein Körper hatte ein Ultimatum gesetzt.

Rehabilitation beginnt schon am krankenbett

Rehabilitation beginnt schon am krankenbett

Statt Taktikbretter gibt es jetzt EKG-Kurven. Statt Anfeuern der Anhangschaft piepen Überwachungsgeräte. Der Klub teilte mit, dass Gago in den nächsten Stunden erste Schritte einer kardiologischen Rehabilitation beginnt – das klingt nach leichtem Spaziergang im Flur, ist aber der Beginn eines langen Weges zurück an die Seitenlinie.

Sein Assistent Pablo Sánchez übernimmt das Training, die Copa-Sudamericana-Spiele rücken näher. Die Spieler schrieben auf den sozialen Netzwerken „Fuerza Míster!“, doch hinter den Emojis steckt echte Sorge: Ein Trainer, der vor zwei Jahren noch selbst im Mittelfeld Tempo machte, muss nun lernen, langsamer zu gehen.

Die Liga in Chile ist jung, das Tempo hoch. Gago stand für Druck, für schnelle Umschaltmomente. Jetzt zählt jedes Gramm Belastung. Die Frage bleibt offen: Wann wagt er das Comeback? Die Kardiologen werden das Herz entscheiden lassen, nicht der Spielplan.