Fernández-pardo: vom belgischen jugendtraum zur auswahl!

Der lange Wechsel des jungen Stürmers Matías Fernández-Pardo hat ein Ende: Er wird für Belgien spielen. Ein Coup für die Roten Teufel, ein verpasster Traum für den spanischen Fußball. Die Entscheidung, die viele Beobachter überrascht, ist nun offiziell verkündet.

Ein werdegang zwischen drei nationalitäten

Fernández-Pardo, geboren in Belgien, hätte sowohl für Spanien – durch seinen Vater – als auch für Italien – durch seine Mutter – spielen können. Der Weg nach Rom wurde früh verworfen, doch das Duell Spanien gegen Belgien zog sich über Monate hin. Der Spieler reiste zwar mehrfach zu U-Länderspielen der Furia Roja, trat aber nie an. Sein Herz schien, wie er selbst sagte, immer nach Spanien zu schlagen. „Es ist mein Wunsch, für Spanien zu spielen“, erklärte er unlängst in einem Interview mit MARCA.

Doch die Realität sieht anders aus. Die Aussicht auf einen Platz im belgischen Kader für die anstehende Weltmeisterschaft scheint der ausschlaggebende Faktor gewesen zu sein. Der 15. Mai steht an, an dem Trainer Domenico Tedesco seinen vorläufigen Kader bekannt gibt – und es ist gut möglich, dass Fernández-Pardo in dieser Liste auftaucht. Die Entscheidung ist gefallen, und das Kapitel Spanien ist endgültig geschlossen.

Der vielseitige angreifer beeindruckt in lille

Der vielseitige angreifer beeindruckt in lille

Fernández-Pardo ist kein reiner Mittelstürmer. Er kann auf allen Positionen im Angriff aushelfen, hat sich in den letzten Monaten aber immer mehr in der Rolle des „neuners“ bewiesen. Seine Leistungen für Lille in der Ligue 1 sind beeindruckend: In den letzten zehn Spielen gelangen ihm fünf Treffer und zwei Vorlagen. Lille, dank seiner Beteiligung, schoss bis auf Platz drei der Ligue 1, was die Qualifikation für die Champions League bedeuten könnte. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und belegen seine Wichtigkeit für das Team.

In Spanien hingegen scheint Mikel Oyarzabal die Position des Stürmers im Nationalteam fest im Griff zu haben. Seine konstanten Leistungen machen es für junge Spieler wie Fernández-Pardo schwer, sich durchzusetzen. Die Entscheidung für Belgien mag also auch eine kalkulierte Zusage für regelmäßige Spielpraxis sein.

Fernández-Pardo hat sich für sein Geburtsland entschieden, ein Land, in dem er als Jugendlicher beim Genk seine ersten Schritte im Profifußball unternahm. Ein Wechsel, der die belgische Nationalmannschaft verstärkt und gleichzeitig eine Tür für Spanien schließt. Die Zukunft wird zeigen, ob diese Entscheidung der richtige Weg für den jungen Angreifer ist.